Baum-Kuchen

am

1 Biozitrone
6 Eier
250 g Butter
175 g Zucker
125 g Mehl
125 g Stärke
50 g Palmfett

 

40 g gemahlene Mandeln
300 g Marzipanrohmasse
400 g Schokoladenkuvertüre
400 g Aprikosenmarmelade (ohne Stücke)
2 Pakete Vanillezucker
5 Esslöffel Amaretto
2 Esslöffel Rum (oder was ihr an passendem Alkohol da habt)

Mit diesem Kuchen hatte ich beim Weihnachtskaffee so einen Erfolg, dass ich ihn gleich zum Geburtstag nochmal mache. Unschlagbarer Vorteil: Der Kuchen muss durchziehen und so kann man ihn ein, zwei Tage vorher zubereiten. Echter Nachteil: Man sitzt die ganze Zeit vor dem Backofen und wartet auf die nächste Schicht. Ist aber sehr entspannend und hat in der Vorweihnachtszeit mit Weihnachtsmusik viel Spaß gemacht. Baumkuchenbacken ist das neue Plätzchenbacken!

Zitrone heiß waschen und Schale abreiben. Marzipan mit Amaretto und einigen Esslöffeln Wasser verrühren, bis die Masse relativ flüssig ist. Aprikosenmarmelade ebenfalls mit einigen Esslöffeln Wasser verrühren. Eier trennen und Eiweiße sehr steif schlagen. Backform sehr ordentlich mit Backpapier ausschlagen.

Butter, Zucker und Eigelb rühren. Dabei ein Eigelb alle 30 Sekunden zugeben und verrühren, bevor das nächste kommt. Zitronenschale, Rum, Mandeln, Mehl und Speisestärke dazu, Eischnee unterziehen.

Backofen auf Umluftgrillen bei 200 Grad C heizen (falls ihr kein offenes Feuer habt). So, jetzt geht’s los:

– Eine Saucenkelle Teig in die Backform, schön verteilen, 4 Minuten backgrillen. Repeat.
– Nach je drei Teigschichten kommt eine dünne Schicht Aprikosenmarmelade plus Teig.
– Nach weiteren drei Teigschichten kommt eine dünne Schicht Marzipanmasse. Repeat.

Ihr müsst also dabeisitzen, einen guten Timer haben (Handy funktioniert super, aber nehmt nicht euren normalen Weckton, das führt zu erhöhter Agressivität. Echt.), die drei Schüsseln zur Hand und einen Platz zum Abstellen der heißen Backform haben. Außerdem solltet ihr immer darauf achten, die Backhandschuhe anzuhaben. Wenn ihr’s vergesst – und das passiert jedem bestimmt ein- oder zweimal – verbrennt ihr euch schön die Finger.

Und noch ein paar Pro-Tipps:

  1. Nehmt für das Verteilen des Teigs den Crepeverteiler, den ihr schon lange in eurer Besteckschublade rumfliegen habt (ihr wisst schon – den, den der Profi am Crepestand auch hat).
  2. Seht zu, dass der Teig bis an den Rand geht bei jeder (!) Schicht, sonst hat euer Kuchen nachher Rinnen oder Löcher, die ihr mit Marzipan oder Schokolade stopfen müsst. Schmeckt super, sieht aber doof aus bei einem Kuchen, der ein Muster haben soll.
  3. Backt eure Teigschicht immer schön hellbraun, damit man die Ringe auch ordentlich sieht. Wofür treibt ihr sonst den Aufwand?
  4. Macht die Marmelade und das Marzipan sehr flüssig. Was ihr nicht wollt, ist mit einem Stück Marzipan, das am Löffel klebt, beim Hochheben ein fettes Stück aus den letzten sieben Teigschichten rausreißen.

Wenn der Teig aufgebraucht ist, sollten noch etwas Aprikosenmarmelade und Marzipan übrig sein.

Dann schmelzt ihr langsam Kuvertüre und Palmfett, die ganz Mutigen mit der Restwärme aus dem Backofen, aber das ist auch ein bißchen barbarisch und ihr verliert gleich wieder die Entspannung, wenn ihr aufpassen müsst wie ein Schießhund.

Den Kuchen nehmt ihr aus seinem Papierkleid und bestreicht ihn mit der restlichen Aprikosenmarmelade. Dann lasst ihr abkühlen. Wenn ihr noch Marzipan habt, wäre jetzt der richtige Moment, ihn auf die Torte zu streichen. Denn anschließend kommt die Schokoladenkuvertüre drüber. Diese langsam härten lassen, nicht sofort in den Kühlschrank, wenn’s geht. Sollte es kleinere Unfälle mit der Kuvertüre gegeben haben und Eure Oberfläche passt jetzt eher zu Donauwellen, könnt ihr versuchen, sie mit einem heißen, aber nicht windigen Fön nochmal vorsichtig zu glätten.

Ansonsten in einem kühlen Raum lagern, bis der Verzehrtag gekommen ist.

Fröhliches Ringezählen!

 

 

 

 

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