Quarkkeulen

am

Der Jahreszeit, nämlich der berüchtigten fünften, angepasst. Weiberfastnacht hat mich ein Heißhüngerchen auf Berliner erfasst und da ich mal wieder zu spät dran war, hatten alle Bäckereien zu. Obwohl wir dann Samstag abend doch noch eben eine Wagenladung Berliner erstanden haben, hatte ich freitag schon mit Mutti konferiert und Quark und Mehl auf den elektronischen Einkaufszettel geschrieben. Also gibt es heute bei uns Berliner und Quarkkeulchen (ich hasse diese Siebziger-Jahre-Tina-Kochen-und-Backen-Verniedlichungen! Bei mir gibt’s Keulen oder Mutzen oder Krapfen, aber keine Keulchen oder Müützchen oder Ballebäuschen!). Ach ja, und Mutzemandeln, wo wir gerade mal beim Frittieren waren, aber die mag ich nicht. Zu trocken. Und frittiert wurde in meiner Fünfziger-Jahre-Fritteuse, aber jeder normale Topf mit Frittenöl oder -fett hätte auch gereicht. Ach ja, da ihr einmal das Frittenfett in Gebrauch habt, habe ich gleich die doppelte Menge veranschlagt, man findet ja auch in den Karnvalszügen und bei den Parties schon mal dankbare Abnehmer. Oder ihr werft noch ein paar frische Pommes hinterher…  (‚POMMES? Rieche ich etwa POMMES?‘ nach Ralf Ruthe.)

130 g Zucker
3 Eier
500 g Mehl
400 g Magerquark
1 Paket Backpulver
1 geriebene Zitronenschale (Zesten)
150 g Puderzucker
1,5 Liter Frittieröl oder 1,5 Stangen Frittierfett (das wißt ihr ja selbst am besten. Vielleicht habt ihr ja auch eine Heißluftfritteuse wie Mutti, die mit wenigen Löffeln Öl auskommt.)

Zucker mit den Eiern aufschlagen, Quark unterziehen, Zitronenzesten (aber vorsichtig!), dann Backpulver und Mehl einrühren, bis ihr einen festen Teig habt.

Öl auf 150 Grad C erhitzen (oder schaut mal nach, was auf der Packung oder der Bedienungsanleitung eurer Fritteuse steht). Wenn ihr habt, benutzt ein Ofenthermometer (das die Temperatur aushält) oder probiert ein bißchen herum.

Dann mit einem kleinen Eisportionierer oder zwei Löffeln Portionen vom Teig abstechen und VORSICHTIG in den Öltopf gleiten lassen. Vorher habt ihr ja alles Flüssige (Bier und Prosecco) weit genug von der Fritteuse verstaut und euren Arbeitsplatz so aufgeräumt, dass das Frittieren störungsfrei ablaufen kann. Lasst genug Platz, damit die Portionen frei schwimmen können (auch wenn die sich immer gerne alle aneinanderklammern). Es empfiehlt sich übrigens nicht, den Frittierkorb zu benutzen, denn auch an dem klammern sich die Keulen fest und vergessen darüber, nach oben aufzuschwimmen!

Mit etwas Glück und genug Platz drehen sich die Quarkdinger nach ausreichendem Frittieren von selbst um, so dass ihr gar nicht rumhantieren müsst. Ich habe mit einer großen Serviergabel nachgeholfen. Wichtig ist, dass sie von beiden Seiten lange genug drin sind, um gar zu werden (meine ersten waren leider noch ‚mit flüssigem Kern‘ und es handelt sich ja hier nicht um Schokoladenkuchen, bei dem das akzeptabel wäre), aber sie sollen halt auch nicht zu dunkel (und damit ungesund, krebsfördernd und was noch alles) werden!

 

Wenn dann beide Seiten schön knuspergoldengar sind, holt ihr sie mit dem Schaumlöffel raus (ich hab’s mit der Serviergabel gemacht und dabei ist mir eine Keule wieder ins Frittenfett geflogen, Don’t do that at home!) und lasst sie auf einem Backbleck mit Küchenkrepp abtropfen. Ihr findet bestimmt auch jemanden, der sie nach ein bißchen Abkühlen probiert und euch sagt, ob sie innen schon gar sind, so lange, bis ihr den Bogen raus habt.

 

Dann geht’s eigentlich nur noch ans Puderzuckern und Essen. Wenn ihr sie aufbewahren und transportieren wollt, würde ich mit dem Puderzuckern warten bis zum Bestimmungsort. Dann könnt ihr die Keulen auch in luft- und fettdichten Behältern aufbewahren, während sich darin sonst der Zucker auflöst und alles fies klebrig (statt fies fettig) wird.

 

 

Viel Spaß und schön vorsichtig!

 

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.