Cala Dor

Wie ihr bestimmt alle wißt, ist das Cala Dor nach gefühlten fünfzig Jahren umgezogen aus der so genannten Südüberbauung (Stadtplanerkauderwelsch), die ja demnächst dem Erdboden gleichgemacht wird, um einem viel geschmackvolleren Bauwerk Platz zu machen (weniger geht ja nicht, obwohl, wenn man sich das neue in Beuel… ach egal). Und zwar befindet es sich jetzt gerade in der Wesselstraße, ganz in der Nähe des Seiteneingangs zur Kaiserpassage. 

Warum schreib ich jetzt über irgendeine Pizzabude am Bahnhof? Das Cala D’Or hat mir ja nicht nur mir – wie den meisten von euch – über Jahrzehnte hinweg in oder besser nach langen Diskonächten Wärme und Essen zu Studentenpreisen geboten, ich habe sogar mal dort gearbeitet, irgendwann in der Oberstufe. Das verbindet. Und auch wenn ich seit Jahrzehnten (man wird ja etablierter) nach dem letzten Kurstreffen vom Hebräisch-Zentralkurs eher selten da war, sind wir doch nach dem DJARD-Konzert im Session auf der Suche nach einem warmen Essen dort eingelaufen. Und wir wurden nicht enttäuscht – im Gegenteil.

Atmosphäre – Früher war es eng und eher heruntergekommen, jetzt würde man fast seine Schwiegereltern mitnehmen, so schiggi ist das Cala Dor jetzt. Auch wenn es sich immer noch kein Apostroph geleistet hat. Na ja, besser als die ganzen falschen…

Gegenüber der dominanten Pizzatheke mit viel Platz, um die Schlangen von Gästen unterzubringen, gibt es schicke Bartische, an denen man seine Pizza stilvoll verschlingen kann. Alles ist schön mit Holzboden ausgestattet, man sitzt schick auf schwarzen Lederbarhockern (ja, vielleicht Kunstleder, aber schee is scho) und zu alldem gibt es Blumen auf dem Tisch und Bilder an den Wänden. Mehr, als ich zuweilen von meinem Zuhause behaupten kann.

Dahinter gibt es sogar einen Raum mit normalen Tischen, Dekoration und Musik. Und es würde mich nur ein wenig überraschen, wenn es dort auch ’ne Kinderspielecke gäbe, ehrlich jetzt.

Was gibt’s zu essen? – Hm, ja so Pizza. In allen Varianten, die man sich so wünschen kann. Sogar die berühmte Pizza Pazza mit Knoblauchsauce ist immer noch auf der Speisekarte. Alle Pizzen gibt’s in groß und in klein, wobei die große eine ’normale‘ ganze Pizza ist und die kleine eine halbe. Auch das war früher schon der Ansatz.

Die Pizza wird kostensparend in Tortentellern aus Pappe serviert, bereits geschnitten, so dass man nur noch einen Stapel Papierservietten braucht, bevor man wieder gestärkt und geölt in die Nacht starten kann. Für die Gourmets und Kinder aus gutem Hause gibt’s auch Plastikbesteck, das ist dann aber so wie bei McDonalds mit Besteck essen: nur halb so lustig.

Auf der Theke steht auch wieder der Streuer mit Chiliflocken, mit dem sich die ganz Müden ihre Pizza aufpeppen können. Die Pizza selbst ist von verläßlicher hoher Qualität, so dass man sich sogar überlegen würde, hier zu bestellen und sie abzuholen, statt sie sich in einem Pappkarton von jemand anders liefern zu lassen.

Alle üblichen Getränke gibt’s – ebenfalls in Selbstbedienung – aus dem Kühlschrank in der Ecke, wobei das Bier nur zum Mitnehmen verkauft wird.

Also? – Tja, also jetzt sogar noch lieber wieder hin als früher, jetzt kann man sich sogar länger aufhalten. Auf jeden Fall ist aus der Minipizzeria ’ne richtige Pizzeria geworden und man sollte auf jeden Fall nicht wieder zwanzig Jahre warten, bis man wieder hingeht.

Kreditkarten – Zahlen kann man in bar.

Wie kommt man hin? – Mit Bus und Bahn kann man am Busbahnhof bzw. Hauptbahnhof ein- und aussteigen. Parken ist quasi unmöglich für Normalsterbliche. Es gibt ein paar Parkplätze in der Wesselstraße, aber die sind Anlieferungen und Wagemutigen überlassen. Natürlich kann man am Bahnhof parken oder in einem der Parkhäuser in der City, vorzugsweise in dem am Collegium Leoninum.

Cala D’Or
Wesselstraße 4
53111 Bonn

Telefon: +49 228

https://www.facebook.com/calador.mini.pizzeria

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag: 11 bis 2 Uhr

 

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