Wie ich mein erste Motivtorte ohne Heulen und Zähneknirschen auf die Tortenplatte bekam

Heute geht’s um mein letztes Großprojekt, das Schaffen (Backen ist ja viel zu kurz gesprungen) einer so genannten Motivtorte durch jemanden, der eine nachgewiesene Bastelallergie hat, über keinerlei Geschick und Geduld verfügt und sich trotzdem fünf Tage vor dem Geburtstag entschlossen hat, eine Motivtorte für den liebsten Mitbewohner der Welt zu backen. Mich. Natürlich. Es geht immer um mich.

Ich bin mehr so der Marmorkuchentyp, einen Kuchen, den ich schon seit dreissig Jahren kann (also eine sichere Sache) und der erst in den letzten zehn Jahren durch Schokoladentorte abgelöst wurde.

Die SegelboottorteIhr könnt euch also denken, dass der Titel voll Fake ist, denn natürlich geht sowas NICHT ohne Heulen, Zähneknirschen, Gebrüll und Rücken ab! Das war nur, um euch neugierig zu machen! Harharhar.

Prolog
Es fing vor ein paar Monaten an, als meine Kollegin Judith für meine Kollegin Anett einen Kuchen machte, der mit Sushi dekoriert war. Iiihh, sagt ihr jetzt, aber nicht zu Recht, denn das Sushi war aus Marzipan. Oder Fondant. Und machte unglaublich was her. Judith offenbarte mir zwar, dass sie die Dekoration im Internet bestellt hatte, dass ihre Schwester aber das totale Tortentalent sei, die gaaaanz häufig solche Torten machte. Und dann zeigte sie mir ein paar Bilder von Geburtstagstorten, die ich ziemlich schick fand. Tja, gegessen, vergessen, die Zeit ging ins Land, es war Zeit für die Weihnachtsbäckerei und das Thema geriet über diversen Diät- und Sportgedanken nicht nur in Vergessenheit, sondern in die Freud’sche Verdrängung.

Tag Eins: Eine hartnäckige Idee macht sich breit
Weihnachten war endlich vorbei, die Kekse waren noch da, genauso wie die Pfunde auf der Hüfte. After Eight TorteDen Jahreswechsel hatten wir in Holland verbracht, mit Nebel, Fristi und Frietjes, und jetzt standen – same procedure as every year – eine ganze Reihe von Geburtstagen im Kalender, die meine unbedingte Aufmerksamkeit erforderten. Der nächste war natürlich der von meinem Lieblingsreisebegleiter, der sich in einem Anfall von ‚halb zog sie ihn, halb sank er hin‘ von seiner großen Schwester hatte überreden lassen, eine Geburtstagsparty zu feiern, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte. Oder so ähnlich. Hatte er ja schon seit seinem 39sten vor, passte also.

Also ließ ich mich breitschlagen, erstens ein After-Eight-Torte zu machen (eine Schoko-Minz-Sahne, die man sogar mit einem gekauften Boden quasi in Minuten machen kann – easy peasy also), nachdem ich festgestellt hatte, dass der Schatz so was Abgefahrenes lecker fand, ebenso wie die Familie. Zweitens wollte ich eine Quiche Lorraine beisteuern, weil das so praktisch ist für eine Feier, sowohl was das Mitbringen als auch das Servieren angeht. Und dann wollte ich ja auch noch eine Geburtstagstorte machen, im Geheimen.

img_3170Das hatte schon eine ‚kleine Tradition‘ (Rheinland: dreimal gemacht = Tradition, kennt ihr). Dabei hatte ich mich eigentlich immer gesteigert. Vom liebevoll dekorierten Marmorkuchen der Anfangszeit bis zum bei Konditor bestellten Kuchen zum Vierzigsten Neununddreissigsten hatte ich immer ganz tolle Ideen. Für leckere Schokoladenkuchen für den Mann, der keinen Süßkram mag. Ich ja schon. Dieses Mal wollte ich auch wieder auftrumpfen (#BFA, Baking for Attention, wie ImmerAbgelenkt das nennt), denn ich hatte im letzten Jahr keine besonderen Erfolge vorzuweisen.

Da erinnerte ich mich an den Sushikuchen von Judith und dachte, ich mach einfach wieder einen schäbigen Marmorkuchen oder sowas und dekoriere den einfach mit einem Segelböötchen aus Marzipan respektive dem Internet und fertig ist die Laube. Denn Segeln ist ja der neue Lebenstraum vom meinem Lieblingsmatrosen, insbesondere die Einhand-Weltumsegelung ohne Begleitung. Ach soooo? Ich warte erstmal ab, bis die notwendigen Schiffchenscheine gemacht und die notwendige Million auf dem Konto ist, bevor ich mich aufrege….

Nach zwei Stunden intensivem Suchen und genau ZERRO Funden traf ich genau zwei Entscheidungen: img_3171Ein Segelboot aus Holz zu kaufen und eine zweistöckige Torte nach dem Vorbild der Tortentante Monika Matzat zu machen. Eine eilige Onlinekonferenz mit Mutti, die ich von nun an stündlich über meine Pläne ins Bild setzte, ergab, dass Mutti mir das zutraute. Überraschung. Sie ist schließlich meine Mutti, traut mir alles zu und hat mich außerdem mit Hilfe von zwei Generationen Dr. Oetker Schulkoch- und Backbuch ausgebildet. Weitere drei Stunden Surfen im Internetz über Fondant, Blütenpaste, Kukident, Färbefarben, Werkzeug und ein halben Dutzend Tutorials bestellte ich Fondant in drei Farben, neue Backformen und ein Dekosch…-Segelboot. Ich hoffte nur, dass der Kram rechtzeitig ankam, denn der Tag, an dem ich mich entschied, eine solche Mammuttorte anzugehen – trotz fehlender Grundvoraussetzungen (#Bastelallergie, #Geduld) – war gleichzeitig der ‚Tag minus Fünf‘ vor dem Geburtstag. Und das, wo ich normalerweise immer Monate im voraus plane! (#Improvisationstalent…)

Tag Zwei: Jeder hat einen Plan, bis er auf die Fresse kriegt.
Segelboot, Backformen und Fondant in weiß, türkis und meerblau sind angekommen. Hurra. Ich gehe einkaufen. Zuckerschrift, Puderzucker, Speisestärke, Semmelbrösel, ein bis zwei Kilo Schokolade, ein Liter Sahne, fünf Dutzend Eier… Ich fahre dreimal in den Supermarkt, weil meine Einkaufsapp ein paar Sachen eigenmächtig gelöscht hat. Ich koche. #Zähneknirschen

Und ich multipliziere für die Zweistöckigkeit. Basierend auf der Backformgröße rechne ich mit der doppelten Menge, denn ich will ja etwas höhere Torten backen, dafür ist die obere aber etwas kleiner. Ich habe mich für eine Sachertorte entschieden nach dem Dr. Oetker Schulkochbuch und nach Urte. Schließlich soll das ganze ja nach etwas schmecken und nicht nur gut aussehen. Außerdem habe ich gelernt, dass der Tortenteig tragfähig sein muss, wenn man zwei Torten übereinander stapeln will. Normalerweise braucht man dazu Cakeboards und Holzdübel oder Strohhalme oder so kleine Plastiksäulen, aber wenn man nur zwei Kuchen übereinanderstapelt und den richtigen Teig wählt, soll’s wohl auch ohne gehen. Ich finde es ja schöner, wenn man den Kuchen so anschneiden kann, ohne ihn vorher auseinanderzumontieren. Außerdem steckt der ‚maritime Segelboot-Dekostecker‘ ja an einem langen Holzstab, der die Torte dann später auch für den Transport zusammenhält.

Das HandwerkszeugAußer den Zutaten sammle ich auch das Werkzeug zusammen. Backformen, Backpapier, Alufolie, Frischhaltefolie, Spatel, die Rakel und den Sandpapierhalter aus dem Baumarkt, die Küchenmaschine, Siebe, Messer, Töpfe, Pizzateller, die Holzdrehscheibe von Ikea, das lange Nudelholz aus Italien, das kurze für die Quicheform, die Tortenplatte mit dem Fuß, Ausstechformen in rund und in Sternform, Plastikspatel, Tortenunterlagen, Brettchen, Tassen, den Keksstempel, Schaschlickspieße, Zahnstocher, Korken, ein Holzstock mit einer Kugel dran….

Tag Drei: Baking for Attention
Am dritten Tag begann das große Backen. Mit den neuen Formen, ausgelegt mit Backpapier, gekühlt mit der Kühlmanschette, nach dem Sachertortenrezept. Ich habe in der Tat viele neue Techniken angewandt, die ich alle gerade erst für die Motivtorte gelernt habe. Das hat eine Menge Nerven gekostet (#Geduld), hat mich aber für alle Zeiten zu einem besseren Bäcker gemacht. Hoffentlich.

Was nicht so gut funktioniert hat, war die Höhe der unteren Torte. Nachdem diese nur ein paar Zentimeter hoch geworden war, entschloss ich mich, abends noch eine Sachertorte zu backen. Diese klebte ich dann mit zusätzlicher Aprikosenmarmelade auf die untere Torte und bekam so eine für meine Zwecke ausreichend hohe Torte. Zum Glück hatte ich einen ziemlichen Vorrat Butter, Eier, Mehl und Zucker zuhause, denn ich wollte ja noch eine Quiche und eine After-Eight-Torte machen.

Tag Vier: Die Dekoration
Der nächste Tag war der schwerste und auch der, der meine Geduld auf die härteste Probe stellte. Erstens musste ich wegen der Eier und der Butter nochmal einkaufen gehen, zweitens kam an diesem Tag das ganze Fondantgefrickel auf mich zu.Ganache

Morgens machte ich erstmal die Ganache. Dreifache Menge, weil ich auf Nummer Sicher gehen wollte, dass die Torte auch wirklich glatt wird. Am Ende hatte ich eineinhalb Kilogramm Ganache, die ich dann auch sehr großzügig auf den Kuchen packte, auch wenn das noch zuviel war. Hilfreich beim Auftragen war die mit Alufolie bezogene drehbare Holzplatte von Ikea, die ich schon seit Jahren in der Küche rumfliegen hatte. Mit einem Rakel, den ich über die Oberfläche zog und an den Seitenrand hielt, während ich die Platte drehte, bekam ich einen fast perfekt glatten und flachen Kuchen hin. Na ja, fast. Die Oberfläche war immer noch ziemlich schwer zu glätten, egal wie ich gedreht und gehalten habe. Grrrrr.

Die Ganache musste dann eine ganze Weile trocknen. Zum Glück war es richtig kalt draußen (das war der Tag, an dem Bonn im Glatteis unterging) und ich konnte alle halbfertigen Kuchen schön im Wintergarten aufbewahren. Wer hat schon soviel Platz im Kühlschrank, wenn er da einen Jahresvorrat Butter, Eier, Joghurt, Milch und Sahne aufbewahren muss?

DrehplatteIn der Zwischenzeit schaute ich mir nochmal die Torte und die zugehörigen Ratschläge bei der Tortentante an, legte mir das Fondant bereit und schob das Anfangen ohne Ende vor mir her, denn wenn ich erst angefangen hätte, würden die Fehler direkt losgehen. #Prokrastinieren 3000. Irgendwann fing ich dann aber an und nahm mir als ersten das weiße Fondant vor, das als erste Schicht um die Sachertorten herumkam. Das hatte Vanillegeschmack (was allerdings insgesamt beim Geschmack von Fondant (unglaublich süss) keinen großen Unterschied macht. Die Tortentante macht Fondant auch selbst, aber das habe ich mir noch nicht zugetraut. Ich fand’s auch einfacher, das Fondant für das erste Mal gefärbt zu kaufen, zumal es länger gedauert hätte, die Farbe schicken zu lassen als die drei verschiedenen Fondantsorten.

Fondant ausrollenDazu knetete ich das weiße Fondant erst eine Weile, bevor ich ein Dreiviertelkilo(gramm, ja, Urte!) mit Hilfe des langen Rollholzes aus. Erst wollte ich ein richtiges Fondantrollholz kaufen, dann hatte ich im Baumarkt überlegt, ein Stück Plastikrohr zu kaufen, wie in den Foren empfohlen, bis ich mir vornahm, einfach mein vorhandenes Nudelholz zu benutzen, das ziemlich lang ist und das Fondant einfach mit Frischhaltefolie gegen das Ankleben zu schützen. Es stellte sich heraus, dass ich noch nichtmal die Frischhaltefolie brauchte, das feine Olivenholz war auch so kleberestistent. Juhu.

FondantdeckeDann legte ich die Fondantdecke über die große Sachertorte und war erstmal mit den Falten konfrontiert. Weil ich dachte, das funktioniert so wie eine Marzipandecke, schnitt ich die Falten raus und versuchte die Enden zusammenzukleben. Stimmt aber nicht. Ich las nochmal bei der Tortentante nach und versuchte dann, die Decke über die Seitenränder zu ziehen. Das ging ganz gut, bloß die Schnitte waren schon noch zu sehen. Beim kleineren Kuchen machte ich das besser und schlug das Fondant um den Kuchen im Prinzip wie eine Bettdecke um eine Matratze. 🙂 Wichtig ist auch, dass man beide Kuchen erstmal fertig dekoriert, bevor man sie aufeinandersetzt.

Fondant: glatt und glänzendDann bügelte ich das Fondant mit Hilfe des Sandpapierhalters auf den Kuchen. Denn der soll ja ‚glatt und flach‘ sein. Das ging super. Auch die Ränder konnte man damit hervorragend an die Ganache drücken, so das der Kuchen allmählich eine ordentliche Form annahm. Das funktionierte gut bei beiden Kuchen, die dadurch auch glänzender wurden. Wenn man das nicht will, muss man nur drücken und nicht streichen, aber beim Trocknen wird die Oberfläche dann wieder matt. Ich glaube, beim nächsten Mal wird das alles noch ordentlicher, aber bis hierhin war ich schon ganz zufrieden.

FondantbandDann fing ich an, Wellen zu machen. Als erstes rollte ich das etwas breitere, hellere Fondant auf einigen Metern Backpapier aus und zwar als Rolle in der Länge des Umfangs des jeweiligen Kuchens. Hierzu kann man die Kühlmanschette der jeweiligen Backform als Vorlage nehmen oder man muß messen. Bei der Gelegenheit nahm ich das Werbegeschenk meines Malers, einen brandneuen Plastikzollstock, als neues Werkzeug in die Küchenschublade auf. Braucht man immer wieder. Wenn man mit blauem Fondant arbeitet, kommt einem unweigerlich das Spielen mit Knete in den Sinn, die gleichen Handgriffe, die gleichen Werkzeuge. Irgendwie lustig, trotz #Bastelallergie.

FondantbandDann habe ich versucht, diese lange Wurst gleichmäßig zu einem Band zu rollen. Gleichmäßig breit, gerade (und nicht in Kurven) und ohne dass das Band reißt. Das war nicht so einfach mit dem Nudelholz, so dass ich es irgendwann dann einfach mit einem Brettchen plattgedrückt. Die Länge und Breite nochmal nachgemessen, habe ich das Band dann entlang der Rakel ausgeschnitten. Vielleicht hätte ich auch den Zollstock nehmen können, aber ich war nicht sicher, ob das exakt genug gewesen wäre.

Fondant aufgerolltDie viel größere Herausforderung war dabei, dieses Band dann um die Kuchen zu legen. Erstens musste man es transportieren ohne es zu zerreißen und zweitens es dann um den Kuchen legen, ohne dass das hintere Ende sich schon wieder löst, wenn man einmal rum ist und mit dem vorderen Ende wieder ankommt. Zuerst fand ich raus, dass das mit dem Transport ganz gut geht, wenn man das Band mit dem Backpapier um das Nudelholz wickelt und von dort aus wieder abwickelt. Gleichzeitig hilft es, wenn man das eine Ende mit einem Zahnstocher feststeckt, so dass man die Hände frei hat für das Umwickeln.

WellenbandDie Wellen macht man dann mit dem Holzstab mit der Kugel dran, aber das erfordert ein bißchen Geschicklichkeit die mir total abgeht. Die Enden wickelte ich wellenförmig um die Ecke, so dass das irgendwie vernünftig aussah. Das ganze macht man für beide Kuchen und mit beiden Fondantblaus, wobei das zweite blaue Band natürlich schmaler sein muss.

Zum Schluss habe ich mit der runden Ausstechform und ein paar Tassen noch Wellen geformt, die direkt unter dem Boot sitzen und Sturm Windstärke 8 vortäuschen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Kuchen bereits aufeinandergesetzt und schon auf die finale Tortenplatte bugsiert. Ich habe gelernt, dass es ziemlich wichtig ist, flache Unterlagen unter den einzelnen Kuchen zu haben, so das man sie problemlos wieder heruntergehoben bekommt ohne den Überzug zu zerreißen oder den Kuchen selbst zu sprengen. Ach so ja, ich habe keine Stützen für den oberen Kuchen benutzt. Die Tortentante empfiehlt ein Cakeboard, das auf Stützen steht, die kann man entweder kaufen oder dicke Strohhalme oder Holzdübel benutzen. Hab ich aber nicht, obwohl ich den halben Baumarkt hierfür leergekauft habe. Wellenreiter

Über Nacht habe ich den Kuchen im Wintergarten aufbewahrt, wo es mächtig kühl war, weil das die Glatteisnacht war. Weil die Wellen zu zerfallen drohten, habe ich eine Handvoll Korken drunter gepackt – das hat gut geklappt, so sind die Wellen dann relativ gleichmäßig geworden. Die hab ich dann auch zum Transport druntergelassen, so hatte ich ein paar gute Stützen.

Dann kam die Sache mit den Seesternen. Wir waren ja gerade über den Jahreswechsel am Meer, da gab es Hunderte von echten Seesternen am Strand – ich hatte also noch ein genaues Bild im Kopf. Und natürlich die Anleitung von der Tortentante. Ich habe mich allerdings nicht hundertprozentig daran gehalten, denn es ist mir nicht gelungen, CMC (auch enthalten in Kukident Haftpulver) rechtzeitig zu bekommen, um hieraus und dem Fondant so genannte ‚Blütenpaste‘ zu machen. Ging aber auch so.

Als erstes sticht man aus dem Fondant, das man einen halben Zentimeter dick ausgerollt hat, mit dem Stern-Keksausstecher von den Weihnachtskeksen Sterne aus (unterer Stern). Dann schneidet man die Ecken ein, so dass kleine Ärmchen entstehen (mittleres Bild). SeesternDen Ärmchen zieht man die Beinchen ein bißchen lang und knetet sie ein bißchen rund. Dann sticht man mit dem flachen Ende eines Schaschlikspießes ein paarmal in die Seesterne, so das die typischen Pocken entstehen. Die legt ihr dekorativ über die Ränder des Kuchens, so wie sich die Seesterne an die Felsen schmiegen. Zusätzlich habe ich noch ein Herz ausgestochen und mit roter Zuckerschrift den Namen drauf geschrieben – dafür habe ich vorher dreimal auf Papier geübt, den die Zuckerschrift zieht ziemlich Fäden, wenn man versucht, einzelne Druckbuchstaben zu machen. Außerdem habe ich noch meinen Keksstempel in Anschlag gebracht und einen runden ‚Homemade‘-Sticker produziert. Endlich habe ich mal eine Verwendung dafür gefunden, hat ja beim Keksebacken diese Jahr wieder nicht geklappt. Für den Transport steckt ihr die Seesterne und die Schilder mit Zahnstochern fest.

Ach ja, Transport. Auch so eine Sache. Ich habe einen Teil der Recherche damit verbracht, einen passenden Tortencontainer zu finden. SeesternMöglichst noch einen mit Kühlung. Am Ende habe ich einen runden Wäschekorb genommen und ihn nach der Anleitung von Mann backt verpackt. Das funktioniert gut mit einem ‚Bottichelli XL‘ von Koziol, denn der ist steif und so groß, dass der Kuchen mit Tortenplatte mit Fuß hineinpasst.  Die witzige Anleitung, wie man das Auto im Sommer temporär mit der Klimaanlage in einen Kühlschrank verwandelt, habe ich zwar nicht gebraucht, aber ich habe den Wäschekorb rund um den Kuchen mit Handtüchern ausgelegt. Wer die Torte länger transportiert oder aufbewahrt, macht aus Schaschlikstäben (oder trockenen Spaghetti) Abstandhalter rund um die Torte und legt auf diese Abstandhalter dann Frischhaltefolie, die unten mit der Tortenplatte abschließt.

Tja, natürlich waren alle ganz aufgeregt wegen der Torte (die war ja nicht angekündigt gewesen) und es gab Lob noch und nöcher (#Baking for Attention). Bake the cakeDie Sachertorte wurde als mächtig mächtig eingestuft, das hatte allerdings den Vorteil, dass man eine ganze Menge Leute damit satt bekommt, wenn man die Stücke schmal schneidet – sonst bleibt auf jedem Teller ein Rest und es hagelt Beschwerden wegen der Diät (besonders am Jahresanfang!). Ich war auf jeden Fall zwei Tage lang noch in Hochstimmung, weil ich endlich mal die Geduld aufgebracht habe, etwas sehr sorgfältig zu machen und dazu noch ein ganz vernünftiges Ergebnis zustande gebracht habe. Natürlich hätte man einzelne Sachen wie die Wellen noch besser machen können, aber das kommt möglicherweise mit der Übung. Also, ich habe noch ein bißchen Fondant übrig und ….

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