Quiche Lorraine à l’Aurélie

Für den Geburtstag meines liebreizenden Mitessers war ich auf der Suche nach einem Quicherezept. Es gibt zwar den Klassiker von Mutti, der aber eher eine nach den Ideen der Siebziger abgewandelte Version des Originals war, so dachte ich. Ach ja, und es gibt noch die Turboversion von Meike mit Blätterteig, die man extrem schnell zubereiten kann, wenn man improvisieren muss oder einfach ein faules Hasi ist. Diesmal wollte ich aber angeben und mal alles ‚richtig‘ machen. Zum Glück ist diese Phase schon wieder vorbei, als ich hier sitze und schreibe…

Bei der Suche nach dem Original stieß ich auf die Webseite von Aurélie Bastian, die nicht nur witzig schreibt, sondern auch wunderbare Fotos macht. Der Neid machte sich zwar kurz breit, aber ich beschloss, lieber die Quiche zu machen als mich zu ärgern. Auch die Rezepte für Galette des Rois und die Tarte mit Möhren und Zucchini werde ich bestimmt demnächst nachkochen, auch wenn ich den Zeitpunkt für die Galette des Rois gerade verpasst habe. Hier das Rezept für die Quiche wiederholt, damit ich sie kurzfristig wiederfinde, wenn ich im Supermarkt stehe und nicht weiß, was ich kochen soll. Denn ich war so schalau, mich an den Rat von Aurélie zu halten, den Teig in doppelter Menge zu machen und einzufrieren.

Die Quiche habe ich gleich zweimal gebacken, einmal in einer Abwandlung für die eingeladenen Vegetarier. Ihr könnt euch vorstellen, wie ich mir einen abgekämpft habe mit der vierfachen Teigportion… Hattet ihr schon mal Muskelkater in den Händen? Ach, vielleicht will ich das gar nicht wissen… Leider hab ich in der ganzen Aufregung mit der Segelboottorte vergessen, Fotos von der fertigen Quiche zu machen, bevor die Meute darüber hergefallen ist. Kommt nach, ich hab ja noch zwei Teigportionen…

Vierfach

 

4 große Zwiebeln,
300 g Schinkenspeck
4 Champignons (für die Veggies)
2 Frühlingszwiebeln (für die Veggies)
2 Tomaten (für die Veggies)
250 g griechischer Joghurt
250 g Crème fraîche,
3 Eier,
20 g Butter
250 g Mehl
Muskatnuss
Salz und Pfeffer
(Backerbsen oder Keramikbackerbsen, wenn ihr welche habt)

 

 

Aus Butter, Mehl, einem (!) Ei, Salz und Pfeffer knetet ihr einen schönen festen Mürbeteig. Wenn es euch zu schwer wird, gebt ihr ein bißchen Wasser hinzu.

Den rollt ihr dünn auf einer bemehlten Fläche aus, bis ihr einen Fladen habt, mit dem ihr bequem eine große Pieform (26 oder 28 cm Durchmesser) inklusive der Ränder auslegen könnt.

Der Überhang wird abgeschnitten und die Reste der zweiten (oder dritten und vierten) Portion hinzugefügt, wenn ihr eine solche gemacht habt. Das ist sehr praktisch denn ihr müsst nichts wegwerfen.

Der Boden wird mit einer Gabel eingedingst, so dass er keine Blasen wirft.

Dann wird der Boden mit Backpapier ausgelegt und mit Backerbsen beschwert. Dieser Schritt ist optional, denn ich glaube, es geht auch ohne, dass man den Boden beschwert. Wie Blindbacken geht, beschreibe ich in einem ‚How-To‘-Blogbeitrag.

Den Boden backt ihr 10 Minuten bei 180 Grad C mit den Linsen und dann nochmal 10 Minuten ohne Linsen.

Während der Boden backt, bereitet ihr die Füllung zu.

Zwiebeln (Champginons, Frühlingszwiebeln) schneiden, Speck bzw. Schinken würfeln. Zwiebeln andünsten und den Speck dazu. Der Schinken kann auch gleich so in die Füllung, während der Speck ein bißchen Fett verlieren soll. Alternativ die Pilze und die Hälfte der Lauchzwiebeln anbraten

Mit den restlichen zwei Eiern, dem Joghurt und der Crème fraîche, Salz, Pfeffer und Muskat rührt ihr eine Füllung an, in die dann Zwiebeln und der Schinken (bzw. das Gümüse) kommen. Das ganze wird auf den gebackenen, etwas abgekühlten Boden gegeben. (Dann die eventuellen Tomaten in Scheiben schneiden und oben drauf legen. Sieht voll posh aus, wenn’s aus dem Ofen kommt.)

Weitere 45 Minuten bei 180 Grad C backen.

Herausnehmen, wenn die Quiche eine schöne Bräunung hat. Wenn ihr noch Frühlingszwiebelröllchen habt, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, sie auf die Quiche zu verteilen…

Und Aurélies Idee, dazu einen Salat zu servieren, finde ich genau richtig zu dem mürben Boden und der saftigen Füllung. Mjam…

 

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