After Eight Torte

Diese Torte hatte ihre Hoch-Zeit wahrscheinlich eher in den Achtzigern, als es noch Fernsehwerbung für das Produkt gab und die ‚tina‘ jede Woche eine neue Thementorte rausgebracht hat. Wahrscheinlich ganz ohne Unterstützung von Ferrero, Nutella und Mars….  Auch ich habe damals von Mutti, die abgelegten Frauenzeitschriften unserer Cousine Anneliese bekommen hat, ein Rezept für eine After Eight Torte und eins für eine Rafaellotorte ausgeschnitten. Die hab ich zwar verschlampt, obwohl  ich (schon damals!) ein sehr ordentlicher Aufkleber-Locher-und-Sortierer war, aber Mutti hat natürlich eine Kopie davon.

Alles zusammen mit Russischem Zupfkuchen, Maulwurftorte Youngtimer, wie ich sie ab jetzt nennen will – Rezepte der Achtziger und Neunziger, die bis heute gekocht und gebacken werden. Aus diesen frühen Zeiten meiner Kindheit stammt auch das ‚Tine-Kochbuch‘, in das seit dem Schulfreundinnen, Freunde und Austausschüler aus Frankreich ihre Rezepte eingetragen haben (mit so bahnbrechenden Rezepten wie ‚Tines Sandwich‘, ‚Selbstgemachter Baileys‘ und ‚Pizza Hut Salat‘. Leider war das Hermannrezept vor dieser Zeit, sonst wäre es auch hier verewigt. Ob diese Rezepte es schaffen werden, ist noch nicht raus. Nachdem aber sogar Graziella letztens After Eight Torte serviert hat, hat sie für mich den Ritterschlag erhalten und ich werde das Rezept in ganzer Bälde selbst nochmal ausprobieren. Bühne frei für die Youngtimer!

 

 

2 Packungen After Eight Minztäfelchen (400 g)
3 Becher Sahne
3 Päckchen Sahnefest
80 g Butter
5 Eier
1 Esslöffel Rum (oder auch selbstgemachten Baileys….)
100 g Zartbitterschokolade
200 g gemahlene Mandeln
1 Teelöffel Backpulver

 

 

Achtung. Am besten macht ihr den Kuchen über zwei Tage hinweg – das am besten einplanen, wenn ihr mit den Vorbereitungen beginnt. Deshalb ist der Kuchen auch so beliebt  – geht total schnell und man kann am Vorabend nach der Arbeit schon was vorbereiten.

Also. Erstmal bringt ihr 8 Schokotäfelchen in Sicherheit, weil ihr die nachher noch zur Deko braucht. Dabei fällt mir gerade ein, dass ich unbedingt mal was backen muss, wozu man Mokkabohnen als Deko braucht. Gibt’s die überhaupt noch? Sind ja mehr aus der Zeit von Clemens Wilmenrod…

Jetzt aber. Ihr löst alle (bis auf 8) Schokotäfelchen in der Sahne in einem Topf auf, kocht das ganze einmal auf, lasst es wieder abkühlen und stellt es über Nacht in den Kühlschrank. (Oder über Tag, Hauptsache, lang genug!)

Dann backt ihr den Boden. Eier trennen. Schokolade hacken. Die Butter mit Zucker, den Eigelben und dem Rum verrühren. Schokolade und Mandeln rein. Eiweiße steif schlagen und unterheben. In einer Springform bei 180 Grad C 25 Minuten backen.

Wenn der Kuchen abgekühlt ist, die Schoko-Minz-Sahne mit Sahnefestiger schlagen. Auf den Boden streichen.

After Eight Tafeln diagonal halbieren (oder wie ihr wollt. Diagonal sieht voll professionell aus.) Eventuell seid ihr ja die Sahnespritztüllenverzierer, dann etwas von der Sahne vor dem Verstreichen abtrennen und mit einem Spritzbeutel auf dem Kuchen schöne Dekorationen spritzen, in die ihr dann die After Eight Tafeln drapiert.

Nochmal Achtung: Die Sahne zerläuft relativ schnell (is ja keine Buttakrem), deshalb solltet ihr die schön gekühlt servieren. Ich zerbrech mir gerade den Kopf über die Anschaffung einer neuen Tortentragebox und komme eigentlich immer mehr dahin, eine mit Kühlung zu nehmen. Was bei uns ‚zuhause‘ schon zur wissenschaftlichen Debatte geführt hat, ob von oben oder von unten kühlen und wieviel Sturm eigentlich durch die Thermik in so’nem Kuchenträger aufkommt.

After Eight Torte nach Graziella

 

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