Leone im Rheinauhafen

Ihr erkennt es schon am Namen: Wir haben uns mal wieder nach Köln gewagt. An den Rheinauhafen genauer gesagt, denn der Chef will demnächst diverse Schifferscheine machen und nimmt dazu Unterricht. Ich darf mich solange – wie sich das für die zukünftige Yachtbesitzersgattin gehört –  am Hafen bei einem … Wasser …  in der Sonne aalen. Das tat ich im Café Mauel, das mir einen Platz auf einem schicken Palettensofa (wie ich mir demnächst selbst eins bauen will!) an der Sonne bot. Aber nach der Schifferstunde gingen wir ins Leone, das sich heute inmitten eines Weinfestes befand, das gerade auf dem Harry-Blum-Platz tobte. Dazu noch ein Panino und ein Cappucino wie in Italien. Da wir ja gerade erst aus Italien zurück sind (ein Restaurant will ich euch da auch noch ans Herz legen), hatten wir noch ein kleines Hüngerchen auf Panini und waren froh, in Köln dann einen Laden gefunden zu haben, der sie – vielleicht – macht wie die Snacke Bare an die Piazza Bollente…

imageAtmosphäre – Sehr schick und lichtverwöhnt hat das Leone Außengastronomie an zwei Seiten. An einem Tag wie heute saßen wir natürlich draußen an der Sonne, drinnen gibt es einige schöne helle Tische und ein Separee mit Glastür, die man nicht zumachen durfte. Hm. Die Bedienung, die unseren Tisch draußen abräumte, war nett, aber etwas ungehalten, weil die vorherigen Gäste das Tablett mit dem benutzten Geschirr nicht reingebracht hatten. ‚Was?‘ fragt ihr euch? Ja, denn während man in dem Außenbereich direkt neben dem Eingang bedient wird, ist explizit Selbstbedienung an den drei Tischen um die Ecke. Zum Glück steht auch ein Schild dran.

imageNatürlich ist es nur halb so gut, wenn man für den gleichen Preis (und die sind erwartungsgemäß nicht ganz niedrig hier im Szeneviertel am Hafen…) ein Plastiktablett wie bei McDonalds oder in unserer Kantine rein- und rausbalancieren muss und zwischendurch warten, bis die Küche dein Panino fertig gegrillt hat. Wie zu Studentenzeiten, als man selbst noch gekellnert hat. Oder bei Va Piano oder der Burgerfactory.

imageWas gibt’s zu essen? – Wenn ich das richtig erfaßt habe, gibt es außer kalten und warmen Panini noch vereinzelt Salate und Nudelgerichte und draußen weht ein Fähnchen ‚Italienisches Eis‘.

Sowohl vom Eis als auch von den Panini gibt es Spezialkreationen wie ‚Käsekuchen mit Himbeeren‘ und ‚Quark-Limette‘ (das war beim Eis, wobei ich ja zu den einfachen Gemütern gehöre, die solche Sorten als die siebte Ableitung von richtigem Eis betrachten und auf dem Standpunkt stehen, dass man Himbeerkäsekuchen und Limettenquark auch einfach so essen kann statt ein Eis draus zu zwirbeln. Andererseits stehe ich ja auch auf abgefahrene Sorten wie Avocado – solange es nicht wie Guacamole aus dem Gefrierfach schmeckt… Aber ich schweife ab.

imageDie Panini waren gut, allerdings fehlte mir hier der gerade noch auf der Zunge erinnerte Geschmack von italienischen Bars in Acqui Terme und Asti, dafür gab es aber auch abgefahrenere Variatione mit Walnussbrot. Und, fällt mir gerade ein, ich habe auch ein paar Kuchen in der Auslage gesehen….

 

imageGetränke erstreckten sich von diversen Kaffees bis zu Hipstergetränken und gipfelten in Sprudel von irgendeiner Wasser-für-die Welt-Initiative. Was von den Vibrations super zu den Beachbikes mit Blumengirlande und den Fixies passt, mit denen sich die Lokals hier so schmücken, wenn sie zwischen dem Paar mit Rauhaardackel und der Segwaygruppe an der Promenade vorbeikurven, wenn sie nicht gerade mit Kind, Kinderwagen und Hipstermops und -bart und -hut und befreundetem Paar mit derselben Ausstattung unterwegs sind.

Ihr seht, ich bin mal wieder nachhaltig beeindruckt von Köln und neidisch auf die Bandbreite von Szene, mit der wir hier in Bonn einfach nicht aufwarten können. Das lenkt natürlich mal wieder voll vom Blick auf das Leone ab…

imageAlso? – Es war schon ok, aber nicht so ganz italienisch wie ersehnt und nicht ganz so liebevoll wie gehofft. Der Platz bei Mauel dagegen war ’no frills‘: günstig, sonnig und palettenhip, also könnte ich mir vorstellen, das nächste Anlegemanöver von Käpt’n Blaubär auch von dort aus anzusehen. Andererseits spricht auch eigentlich nichts gegen das Leone, die Bedienung war ausgesprochen freundlich, nur die Prozesse sind mir ein bißchen zu gewinnoptimiert.

imageKreditkarten – Zahlen kann man in bar, und war nur in bar. Irgendwo im Netz gibt es sogar ein Erklärung vom Geschäftsführer dafür, dass es sich aus Sicht des Leone nicht lohne, Gebühren für Beträge von 2 bis 8 Euro über EC-Karte zu zahlen, aber erstens hat der Kunde an der Kasse vor mir mal eben 45 Euro bezahlt und zweitens würde ich gerne, als Nerd-Hipster demnächst nur noch mit dem Handy bezahlen und dann? Wieder sonne Optimierung, die mir sagt, dass es reicht, wenn ich als Gast nur so mediumglücklich bin.

imageWie kommt man hin? – Der Bus hält anscheinend direkt am Harry-Blum-Platz, während man mit der Bahn ein Stück weiter am Ubierring  anlanden kann. Parken kann man im ‚längsten Parkhaus Europas‘ am Rheinauhafen (eines meiner Lieblingsparkhäuser), am besten stellt. man sein Auto in der Nähe des Ausgangs 4.01 (Harry-Blum-Platz) ab, dann muss man nicht noch kilometerweit laufen.

Leone im Rheinauhafen
Café und Ristoratino

Im Zollhafen 24
50678 Köln

Telefon: +49 221 94640989

E-Mail: kontakt@leone-koeln.de

http://www.leone-koeln.de/

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag: 8 bis 19 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 bis 19 Uhr

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