Die Lasagne à la Graziella

Kennt ihr das? (Mario-Barth-Frage, ich weiß). Wenn ihr eine Lasagne machen wollt, müsst ihr die Ecken abbrechen und die Nudelblätter kürzen und dabei geht schon die Hälfte der Lasagneblätter drauf, weil die aller zerbrechen, aber nicht ab. Leider nicht genug, um die Lasagnepackung leer zu machen, so dass immer drei Platten in einer Pappschachtel den halben Küchenschrank belegen und suggerieren, ihr hättet noch genug da für die nächste Lasagne. Ein Alptraum.

Aber Graziella hat mir letzte Woche eine Lasagneform getöpfert. Und zwar so eine, wie sie eigentlich jeder braucht: Weiß, mit eckigen Ecken und genau für dreimal sechs Lasagneblätter. Kein Abbrechen, keine filigranen Arbeiten mit der Pastafeile oder mit dem Fliesenschneider, um die Blätter in die Form zu bekommen. Hammer. Und dabei sieht sie noch total retro-vintage-cupcake-mäßig aus, mit Liebe gemacht, wie sonst nur das Essen. Tja, keinen Neid, bitte.

Graziella hat mir auch gleich ihr Lasagnerezept mitgeschickt und das ist total einfach: Lasagneblätter, Sugo, Bechamelsauce und Parmesan. Lohnt sich fast schon nicht, das aufzuschreiben, oder? 

Und dann lecker im Mund.

500g gehacktes Rindfleisch (oder Sojaflocken)
Oregano, Basilikum (frisch)
100 g Hartweizengrieß
200 g Schalotten
2 Knoblauchzehen
3 Möhren
2 Stangen Staudensellerie
(am Besten die Inneren hellen)
1,5 kg frische aromatische Tomaten
(Dosentomaten gehen auch)
1 Ei
200 g Parmesankäse (Grana Padrano)
3 Esslöffel Öl
150 g Butter
2 Esslöffel Tomatenmark
Salz und Pfeffer
3 bis 4 Esslöffel Mehl
1 bis 1,5 Liter Milch
Salz, Pfeffer,
Muskatnuss

  1. Aus dem Hartweizengriess, dem Ei und dem Salz einen Nudelteig kneten und dann so oft durch die Nudelmaschine jagen, bis er dünn und breit genug ist für eure Lasagneform.Ich nehme irgendwelche ganz normalen von Perrone und brauche die, im Gegensatz zu den frisch gemachten, nicht zu kochen. Dafür muss die Sauce etwas flüssiger sein.Wenn ihr noch etwas Spinat und grüne Lebensmittelfarbe (waas?) oder Tintenfischtinte (gibt’s auch bei Perrone) dazu tut oder Tomatenkonzentrat (oder rote … nein! Natürlich nicht!) könnt ihr die Nudeln auch farbig gestalten.
  2. Schalotten, Knoblauch, Möhren und Sellerie schälen und fein hacken. Öl und 50 g Butter in einer großen Pfanne erhitzen, Schalotten, Knoblauch, Möhren und Sellerie darin andünsten, Tomatenmark unterrühren. Die Tomaten mit Salz und Pfeffer dazugeben, aufkochen und bei mittlerer Hitze weiter schmoren (mindestens eine halbe Stunde, damit der Tomatengeschmack und deren gesunde Wirkung zum Tragen kommt – sacht Graziella. Mir fehlt bei dem Rezept noch ein bißchen der Rotwein, den Sven und ich immer dazu schütten. Wurde ich etwa über Jahre hinweg belogen, als man mir erzählte, in den Sugo gehöre eine halbe Flasche Rotwein? Und die andere Hälfte in den Koch? Skandal. Ich bin ja auch – aus den allerverschiedensten Gründen – dafür, den Sugo nicht zu lange zu kochen, meistens weil mein Magen knurrt). Dann das Gehackte peu a peu dazugeben unter ständigem Rühren, es soll krümmelig werden. (Alternativ weicht ihr die Sojaflocken in etwas Brühe für zehn Minuten ein. Eine weitere halbe Stunde köcheln lassen. Kräuter gegen Ende noch fünf Minuten mitkochen.
  3. Aus der restlichen Butter, Mehl, Milch und Muskatnuss die Bechamelsauce anrühren. Ihr wisst ja, dazu löst man die Butter auf, gibt das Mehl hinzu und bevor alles anbrennt (ist ja ein Brandteig bis dahin), gibt man in kleinen Schlucken die Milch dazu und schmeckt dann mit Muskatnuss ab (am besten mit frischer, aber wenn die euch wie mir immer in die Sauce fällt beim Reiben, nehmt ihr vielleicht doch einfach schon fertig geriebene… Ich übe auf jeden Fall weiter.
  4. Parmesan grob reiben.
  5. Geschichtet wird so: Butter in die Form, eventuell etwas Sugoflüssigkeit, Lasagneblatt, Sugo, Bechamelsauce, Parmesan und nochmal: Lasagne,… noch zwei…. noch eine und dann mit Parmesan aufhören. Graziella rät, für die letzte Schicht Parmesan und Bechamelsauce zu verrühren.
  6. 30 Minuten bei 200 Grad C goldbraun backen.

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