Il Melo

Zum Glück musste ich heute nachmittag nochmal mit dem Auto über den Bonner Talweg und habe natürlich den Hals gereckt, um herauszufinden, ob das Il Melo tatsächlich heute aufmacht. Ich hatte schließlich den ganzen Tag nix gegessen (außer einem kleinen Stück Buttercremetorte) und außerdem war die Eröffnung ja für  Anfang Juni angekündigt. Und tatsächlich – sehr schlau gemacht – hingen in den Fenstern große Schilder ‚Neueröffnung‘ und alles war mit Blumen geschmückt und die Tische standen draußen, so dass ich selbst im rasenden Vorbeiflug sehen konnte, dass mein Abendessen heute gesichert war.

imageAtmosphäre – Vielleicht war es ja ein bißchen unsere Vorfreude, aber wir wurden gleich nett begrüßt, zur Eröffnung gab es Prosecco und warme Worte und wir fühlten uns gleich wie zuhause. In Italien. Wir warfen uns ob des späten Sonnenscheins doch noch auf die Außenterasse, die zur Seitenstraße geht und die schön ruhig ist, wenn nicht gerade in der Schule nebenan ein ein Konzert oder Theaterstück oder Elternabend ist. Allen, die zukünftig im Il Melo essen gehen, sei gleich gesagt, dass der Eckplatz hinten unter den Rosen, wo man abends die letzten Sonnenstrahlen abkriegt, MEINER ist.

Im Laufe des Abends wurde die Terrasse voll, mit Freunden der Besitzer oder des italienischen Lebensgefühls. Was dazu führte, dass wir uns auch gleich in die Familie aufgenommen fühlten. Weil es der erste Tag war, gab es durchaus ein paar Rückschläge in der Organisation, wie einen kaputten Backofen, eine noch nicht laufende Kasse und nicht geliefertes Tartufo, aber es kommt ja drauf an, wie man damit umgeht. Und dafür, dass alle Servicekräfte neu sind und sich alles noch einspielen muss, lief es eigentlich ziemlich flüssig, was ich vor allem auf die Freude der frischgebackenen  Restaurateure an ihrem Restaurant und an den Gästen zurückführe.

imageDie Innenräume sind heller als vorher eingerichtet (ein großer Sprung gegenüber dem Umbau, in den wir beim letzten Mal hineingeplatzt sind) und die Bilder von Venedig verursachen mir schon wieder Fernweh. Auch das Hinterzimmer aus dem Plaza ist erhalten geblieben, in dem man auch mal mit mehreren Leuten etwas abgeschirmt sitzen kann, falls man mal wieder lauthals was zu feiern hat.

Was gibt’s zu essen? – Auch wenn Besitzer und Koch keine geborenen Italiener sind, so sind sie anscheinend (wie wir) gelernte. Die Karte ist übersichtlich (im Gegensatz zum Riviera, wo wir vorletzte Woche waren) und  eher norditalienisch ausgerichtet, glaub‘ ich. Es gibt alles außer Pizza, weil es keinen Platz für einen Forno a Legno gibt und ich hatte schon Bedenken wegen der kleinen Karte, aber natürlich habe ich dann doch was gefunden…

Als Willkommen für die ersten Gäste gab es zum Prosecco Bruschetta, Oliven und Fenchelsalami, die später noch zum Thema eines Männergesprächs wurde. (Man glaubt’s nicht, aber ist wirklich so passiert.)

imageDie ‚Tagliatelle al Timo‘ waren frisch und die Tomaten fruchtig, die Kalbskoteletts saftig und das Gemüse italienisch und alles, worauf wir mangels Ofen und Lieferungsengpässen verzichten mussen, wird beim nächsten Mal probiert. Wird gegessen, was auf den Tisch kommt, wie bei Mutti.

Ach ja, es gibt ein paar Hipstergetränke (wie Rhabarberlimonade von Proviant und Gin von Siegfried), also alles südstadtgerecht. Erwähnte ich schon, dass auch besonderer Augenmerk auf den Caffè gelegt wird, der von einem neuen Röster extra etwas milder für Il Melo hergestellt wird? Fast wäre es zu einem zweiten Expertengespräch gekommen….

Also? – Ich habe ja bereits zugegeben, dass ich irgendwie von Anfang an positiv voreingenommen war. Dieser Eindruck wurde durch unseren ersten Besuch bestätigt: Draußen sitzen, gutes italienisches Essen, sich gleich um die Ecke wie zuhause in Italien fühlen… Was soll ich machen? – Das wird wahrscheinlich unser neues Lieblingsrestaurant. Und noch wahrscheinlicher das der halben Südstadt.

Kreditkarten – Zahlen kann man in bar, ob man mit Kreditkarte zahlen kann, habe ich ob der Salamidiskussion vergessen zu fragen. Ich lasse es euch wissen….

Wie kommt man hin? – Mit der Bahn (62) kann man bis Königstraße fahren. Parken ist möglich, auf dem Bonner Talweg, in der Loestraße und drumherum, aber natürlich muss man ein bißchen Glück haben, wie überall in der Südstadt.

Il Melo

Bonner Talweg 29 (Ecke Loestraße)
53113 Bonn
(Südstadt)

Telefon: +49 228 921 20 48

E-Mail: ristorante@ilmelo.de

www.ilmelo.de
(Nicht verwirren lassen, die Homepage ist noch nicht live. Bis dahin einfach hingehen zum Eröffnungsangebot und am besten telefonisch reservieren. Die Terrazza war voll gestern!)

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 12 bis 14.30 und 18 bis 23 Uhr
Samstag: 18 bis 23:30 Uhr

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