District Môt

Lampenhüte oder HutlampenUnd das District Môt heißt jetzt Vietnam Deli und da muss ich demnächst mal hin…

Das Rüen Thai ist weg. Verdammt. Es ist ersetzt worden durch einen vietnamesisches Restaurant. Juhu! Also nicht, dass ich das Rüen Thai nicht gemocht hätte! Aber auch wenn der Koch neu zu sein scheint, die Bedienung ist die alte. Also hat das Rüen Thai nur das Konzept gewechselt, aber nicht die Location.

Nun hoffe ich nicht, dass das wieder dieselbe Flut von vietnamesischen Restaurants über Bonn hereinbricht wie mit den Burgerläden – bloß weil ich mir das gewünscht habe. 🙂 Obwohl diese Flut wahrscheinlich gesünder wäre…


District MotAber trotzdem: Wer als erster da ist! (Renn los…) Erster! Heute waren wir da, einen Tag nach der Eröffnung (gestern waren wir ja beim Käsefondue mit Tärtchen) und während ich schreibe, habe ich noch den Geschmack von vietnamesischem Kaffee auf der Zunge. Hmmm…

Atmosphäre – Die Einrichtung vom Rüen Thai wurde extrem abgestrippt, die großen Tische mit den Sitzkissen auf der Empore sind weg und es ist viel Platz, viel mehr als vorher. Mir ist spontan eingefallen, dass die Wände aussehen wie ne Küche von Möbel Boss im aktuellen Farbton Cappucino. Die Dekoration ist dieselbe geblieben, die messignen Hirsche im Fenster und die vielen Elefanten überall. Ich hatte es mir irgendwie schäbiger, aber bunter vorgestellt – das Gegenteil ist der Fall.
Die Bedienung – in orangen Schürzen mit dem Aufdruck ‚I love Pho‘ ist voll auf Zack, schnell, nett und erklärt alles, was ein bißchen anders ist als woanders. Zum Beispiel, dass das Bier (‚Saigon‘) original aus der Flasche getrunken wird (hat aber ein Glas dabei) und dass das Rindfleisch mit Nudeln lauwarm gegessen werden muss (Ayurveda, ick hör dir trapsen…).

Salzig-saure LimonadeHeute abend war’s nicht gerade voll, aber das Restaurent ist ja auch relativ groß. Trotzdem lief alles schnell und reibungslos.
Ach ja, die gute Nachricht: Die ziemlich heruntergekommenen Toiletten sind inzwischen sehr ordentlich renoviert worden, allerdings auch wieder in so aufregenden Farben wie beige und creme…

Ach ja, das Restaurant ist benannt nach einem Viertel in Saigon (dem District Nummer Eins (Mot) in dem auch der berühmte Ben Thranh Markt ist. Hab ich gleich an dem Uhrenturm auf der Speisekarte erkannt. Ich war ja schon mal da, ich Glückspilz. Sonst wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, vietnamesisch essen zu wollen… Und falls ihr hinwollt, wird darum gebeten zu reservieren…

Was gibt’s zu essen? – Fragen wir doch erstmal: Was gibts zu trinken? Nicht nur das Importbier, sondern auch die üblichen Getränke (Coca Cola Light, juhu!) und dazu Cocktails (wie früher, nur eine kleinere Karte mit phantasievollen Namen und ohne Erklärungen), die so neu sind, dass auch die Kellnerin noch nicht weiß, was sich hinter allen Namen verbirgt…

SommerrollenDarüber hinaus gibt es Spezialitäten wie Limonade aus in Salz eingelegten Zitronen (nicht mein Ding, aber ich hab’s probiert) und ganz normale Limonade (Da Chanh) und Vietnamesischen Kaffee mit Tropffilter und süßer Kondensmilchpaste. In kalt und in warm.

Die Karte hat mich erstmal irritiert, denn es gab alle Seiten doppelt, einmal Vor- und Hauptspeisen und dann nochmal Vor- und Hauptspeisen. Erklärung: Einmal gibt es die ’normalen‘ Gerichte mit Fleisch und Fisch und dann gibt es zusätzlich noch eine vegetarische Karte mit allem Drum und Dran. Sehr lobenswert.

Rindfleisch auf ReisnudelnVorspeisen gibt es eine ganze Reihe: Frühlingsrollen mit Fleisch und ohne, Sommerrollen mit Schwein und Garnelen oder mit Tofu, Süß-saure Suppe und einiges mehr, zum Beispiel Lotuswurzelsalat, den ich beim nächsten Mal probieren werde. Wenn ich nicht wieder bei den Sommerrollen lande, die ich immer wieder unterschätze und deren frischer Geschmack mit Salat, Möhre und vielleicht sogar Gurke super zusammenpasst mit dem gebratenen Tofu und das wiederum alles mit der scharf-sauren Erdnusssauce.
Als Hauptgericht gibt es zum Beispiel Pho. Mit Rind, Huhn oder Fisch. Oder eben vegetarisch. Die haben wir diesmal auch ausgelassen, sie kommt aber beim nächsten Mal bestimmt dran. Ich schätze, wir werden demnächst den Pho-Index für vietnamesische Restaurants einführen, der würde dann den Frühlingsrollenindex ersetzen. Mal sehen.

Banane im KokosmantelEs gibt aber auch Currys mit Fisch, Rind oder Huhn oder Fleischgerichte auf Nudeln oder mit Reis und Gemüse. Alles sehr ausgewogen und erinnert einen ganz gewaltig an Vietnam.

Dann dazu die ganze Karte in vegetarisch, entweder mit Gemüse (zum Beispiel Lotuswurzeln) oder Tofu. Auch mit Reis oder Nudeln oder so und allen relevanten Saucen und Gewürzen.

Ach ja, ich vergaß die Desserts. Erstaunlicherweise nicht nur Reisbrei und sonstige Sachen (die gibt’s auch), sondern auch sehr leckere und putzig dekorierte Bananen im Kokosmantel mit Honig und Sesam bestreut.

Als wir dann zahlten, gab es sogar noch Geschenke! Ein glücklicher Buddha in grasgrün für den Herrn und ein Kosmetik-Gadget-Täschchen für die Dame, ebenfalls in grasgrün, passend zur Kamera. Wenn da nicht einer mitgedacht hat…

District EinsAlso? – Auch wenn die Einrichtung einen gleich beim Reinkommen in tiefste Langweile stürzt, sind doch das Essen und die Getränke so original und sie machen vor allem so glücklich :), dass es sich wohl auch beim nächsten Mal lohnen wird, den Weg raus aus der Stadt zur Kennedybrücke zu machen. Vielleicht warten wir bis zum Sommer, wenn wir das Essen auch mit zum Rhein runter nehmen können. Auch wenn es im Sommer wieder ein paar Tische draußen geben wird, allerdings wird’s da nicht so ganz ruhig sein, an der Kreuzung zwischen all den Autos.

Kreditkarten – Zahlen kann man in bar, mit Kreditkarten inklusive American Express ab 20 Euro.

Wie kommt man hin? – Mit Bus und Bahn kann man am Bertha-von-Suttner-Platz ein- und aussteigen. Parken ist nicht ganz einfach. Es gibt ein paar Parkplätze an der Straße und unten am Rhein oder man parkt an der Beethovenhalle oder im Parkhaus an der Oper.

District Mot

District Môt
Berliner Freiheit 14
53111 Bonn

Telefon: +49 228 65 15 76

Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag: 17.30 bis 23 Uhr
Freitag, Samstag und Sonntag: 11.30 bis 14.30 Uhr

 Und hier noch ein paar gesammelte Eindrücke…

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