Delice

Update: Und schon hat wieder ein Café in Bonn zugemacht. Bin gespannt, was als nächstes…

Und mal wieder hat ein neuer Shop-mit-Café in Bonn aufgemacht – ein Konzept, das ich sehr schätze, weil damit schon zwei meiner Lieblingsbeschäftigungen abgedeckt werden. Und beim Delice handelt es sich dazu noch um einen Kochshop (also offiziell einen Delikatessenladen) – perfekt! Irgendwie komme ich an der Ecke nur vorbei, wenn ich eine Abkürzung nach Hause nehme, aber diesmal habe ich es sogar bis ‚rein geschafft.

IMG_0228Atmosphäre – Immer, wenn ich dort vorbeikomme, brummt der Laden. Die wenigen Tische am Fenster sind immer voll und die Leute drängen sich um die Auslagen mit gehobenen Lebensmitteln. Das, was ich auch gerne ‚Geschenkkram‘ nenne, weil man sich Öl, Tee, Gewürze, Kekse und was es dort sonst noch gibt, einfach nicht selbst kauft, sondern einem Gourmeh (wie mir) mitbringt, wenn ihm etwas Gutes tun will oder man zum Essen eingeladen ist (und den Abend stilvoll überleben will). Aber ich schweife ab.

Trotz der gemütlichen Vintage-Retro-Chalkboard-Einrichtung ist das Ganze doch zu schick und zu hell eingerichtet, um so richtig kuschlig zu sein. Ich war da mal in einer Bottega-cum-Pasticceria in Lucca gesessen, der nur halb so breit, aber dafür doppelt so hoch war und vollgestopft mit italienischen Delikatessen, die man sich alle schön ansehen konnte bei Caffe und Dolce. Aber… Vielleicht liegt das auch daran, dass Delice zu einer Kette gehört, die auch in München und Bochum Läden haben und es da Vorschriften gibt, wie das Ganze auszusehen hat.

IMG_0230Ich schweife schon wieder ab. So irgendwie sieht es auch im Delicatessen aus, aber eben ein bißchen ordentlicher, größer und aufgeräumter. Die Fenster lassen ordentlich viel Licht ‚rein und als Gast sitzt man auch gern in einem solchen und kann dabei beobachten, wer im Beate Uhse Shop gegenüber einkehrt oder verstohlen im Vorbeigehen das Schaufenster inspiziert.

Wichtig zu wissen: Im Café herrscht Selbstbedienung, aber immerhin werden die Teller und Tassen abgeräumt und das in Windeseile vom aufmerksamen Personal. Das, wie man zugeben muss, am Samstag recht schick daherkam in den angesagtesten Baristastyles (Bärte, Man Buns und Bill-Gates-Brillen). Zauberhaft und sehr metropol…enhaft. Ich fühlte mich mal wieder underdressed, mit meinen Boots und meinen grünen Plastiktüten voller Obst. Zum Glück hatte ich zufällig einen Porreekorb dabei (kennt ihr, oder? Den Korb mit indianischem Muster, der immer hinten im Porsche Cayenne steht und wo immer zwei Porreestangen rausgucken.)

IMG_0229Wer allerdings nicht in seiner Jugend oder kürzlich als Kellner gearbeitet hat, kommt vielleicht nicht so gut zurecht mit den liebevoll auf Metalltabletts angerichteten Gläsern und Flaschen. Vielleicht ist dann manchmal nicht nur abräumen, sondern auch aufwischen angesagt. Aber wahrscheinlich bekommen’s die meisten einfach doch hin.

Im Obergeschoss gibt es auch noch ein paar Tische und Regale, die ebenfalls vollen Blick auf den Laden und das Geschehen vor der Tür erlauben. Wenn es demnächst noch Internetzugang gibt, werden die Einzelplätze an der Gallerie oben wohl von Blogmonstern  wie mir belegt werden… Allerdings soll es im Sommer auch Außentische gehen und dann gibt’s natürlich kein Halten mehr – Bonner Sommer, Sonja, sag ich da nur… Oder wir gehen mal zu einer der Veranstaltungen, die geplant sind. Ich hörte da was von Weinproben und so und warte jetzt auf das nächste Schokoladen- und Nougatvertestung… Vielleicht kann man ja das ganze auch mal abends für eine Feier mieten.

IMG_0227Was gibt’s zu essen? – Da wir’s eilig hatten, gab’s nur einen Kaffee, aber die Speisekarte hält auch was für den kleinen Hunger vor, Suppen und so.

Was ich tatsächlich vermisst habe, waren die hippen Getränke wie Rhabarberschorle, Fritz-Dings oder Bionade, aber vermutlich sind die schon gar nicht mehr hip und die Speisekarte wartet nur auf die Getränkemode des nächsten Sommers. Ich bin ja immer auf der Suche nach alkoholfreiem Spaßwasser, das mir den Durst versüßt. Immerhin: Es gibt noch Coca Cola Light, ein immer seltenere Spezies in den Kühlschränken der lokalen Gastronomie.

Also? – Ich schätze, das Delice wird nach dem Starbucks und Va Piano das nächste Heim der Digital Nomads und wir werden uns dort samstags häufiger wiederfinden. Dann werden aber auch die Speisen vernünftig probiert!

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Delice

Remigiusplatz 1
53111 Bonn

Telefon:  +49 228 36037554

E-Mail: bonn@delice-delikatessen.com

http://www.delice-delikatessen.com/standorte/bonn-remigiusplatz/

Öffnungszeiten
Montag bis Samstag: 9 bis 19 Uhr
Sonntag Ruhetag

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