The Fiddlers

Anscheinend haben wir dieses Wochenende nicht einmal zuhause gegessen. Doof für die Rezeptsammlung, gut für die Berichte über Bonner Restaurants. Und die Retrotour geht weiter. Während ich das hier schreibe, läuft ‚Our House‘ im Radio. Himmel, ist das lange her.

Fiddlers
Fiddlers

Nach dem Film im Rex waren wir noch kurz auf einen Aufwärmer vor unserer Wanderung heimwärts im Fiddlers, einem Etablissement, das ich seit e-wi-gen Zeiten nicht mehr heimgesucht habe, weil ich es beim letzten Mal irgendwie voll, laut und anstrengend fand.

Vielleicht hat das Rauchverbot etwas geändert oder die Temparaturen draußen haben mich einfach überzeugt, aber diesmal fand ich’s gemütlich und warm und schön.

 

Atmosphäre – Die meisten Bonner werden schon mal da gewesen sein, denn das Fiddlers liegt genau im Fadenkreuz zwischen der Springmaus und dem Rex, ist also durch einen einfachen Fall durch die eine oder die andere Tür zu erreichen.

The first Pull. Der erste Zug?
The first Pull. Der erste Zug?

Das Gebäude selbst sieht ein wenig nach englischem Landhaus aus und ist ungefähr genauso so verwinkelt und ziemlich groß. Hinter der Theke im Erdgeschoss hängt eine große Uhr mit Glocke, die wahrscheinlich früher zur englischen Sperrstunde geläutet hat. Und in Bonn haben alle genüßlich weiter getrunken. Der Rest ist mit größeren und kleinen Tischen und Stehtischen ausgestattet und jeder freie Fleck inklusive der Bedienung mit Pubdekoration verziert.

Oben gibt es häufig Lifemusik, zum Beispiel an diesem Samstag, aber ich durfte nicht hoch, um wenigstens mal zu gucken, weil das Geglotze angeblich so peinlich war, aber ich sagte ja schon, dass ich NIE machen darf, was ich will. Außerdem gibt es auch so traditionell schöne Sache wie Pub Quizes. Ich frage mich, ob auf englisch oder deutsch…

 

Guiness
Guiness

Die Bedienung war sehr aufmerksam, wenn auch nach eigenen Angaben etwas verwirrt, weil sie jedes Detail der Bestellung nochmal nachfragen musste. Aber weil sie so nett war und alle paar Minuten geguckt hat, ob wir noch alles haben, war das Ganze eine Erfahrung der positiven Art. Das galt für alle Bedienungen, die immer mal an allen Tischen guckten und nie sagen mussten ‚Da sage ich eben meiner Kollegin Bescheid.‘

Das gilt sogar übrigens für den Barkeeper, der auch schon mal hinter dem Tresen hervorkam, wenn gerade keine Kellnerin verfügbar war und – noch viel cooler – auch für den Koch, der aus der Küche kam, um das Essen selbst zu servieren.

Was mich auch zu der Bemerkung anregt, dass man sich hier sein Bier nicht selbst am Tresen holen muss, sondern bedient wird. Zwei zu Null für deutsche Gepflogenheiten im irischen Pub…

 

KiBa - gemischt.
KiBa – gemischt.

Auf jeden Fall gibt’s eine reichlich Biere in allen irischen Ausprägungen, Stouts und Ales und Lagers und was weiß ich. Und zwei Seiten Single Malts und für die Nostalgiemonster auch KiBa. Stilecht mit  dem schwarzen Strohhalm, jedoch nicht in zwei Schichten, sondern als Gewölk. Was mir aber völlig reicht. Leider gibt’s keine Cola Light, sondern nur Pepsi, aber das ist vielleicht vielen vollkommen schnuppe.

Ich dagegen frage manchmal, ob es denn Cola oder Pepsi ist und inzwischen muss ich auch noch fragen, ob es echt Cola Light oder vielleicht Zero ist und während mich viele Bedienungen (oder Begleitungen) dann schon mal angucken, als ob ich einen Dachschaden hätte… gebe ich hier offen zu, dass ich nicht nur ein schwieriger Esser, sondern auch schwieriger Trinker bin. Aber einen Dachschaden würde ich doch weit von mir weisen…

 

Chips mit Sour Creme
Chips mit Sour Creme

Was gibt’s zu essen? – Bei dieser Gelegenheit sollte ich vielleicht gestehen, dass es ganz hervorragende Chips gibt, mit Mayonnaise, Ketchup oder Sourcreme. Die standen ganz plötzlich vor mir auf dem Tisch und sahen unglaublich lecker aus und es war doch nur Sourcreme und keine Mayo und… außerdem sind Pommes Gemüse! Sagt meine Osteopathin.  Die Pommes hat der Koch hat persönlich serviert und uns auch noch Besteck gebracht, als ihm auffiel, das wir keins hatten.

Das wiederum war der Tatsache geschuldet, dass die Kellnerin uns extra gefragt hatte, ob wir Besteck wollen oder lieber mit den Händen essen wollten. Sehr wunderbar, dass jemand auch auf die Idee kommt, dass ich lieber mit den Fingern essen würde… Denn genau das ist der Fall. Hehe.

Mit den Chips hätte man auch noch Fish haben können und Mashed Peas (das esse ich beim nächsten Mal) und Burger und noch ein paar Kleinigkeiten. Bei nächsten Mal berichte ich euch von all den anderen Sachen aus dem irischen Kochbuch, die es hier zu essen gibt. Für den Samstag war es uns erstmal genug, uns an Kiba und Pommes und Folk aufgewärmt zu haben. Dann tingelten wir wieder nach Hause, wo wir auf dem Weg der nächsten Versuchung vorbeikamen: Rosi’s Grill.

Also? – Wieder mal hin. Beim nächsten Kinobesuch oder wenn wir mal wieder eine Nachtwanderung unternehmen wollen oder wenn wir die alten Stätten unseres Wirkens besuchen wollen. Oder Bock auf Vietnamesisch oder Irisch haben.

Fiddlers - Eingang am Rex mit Raucherlounge.
Fiddlers – Eingang am Rex mit Raucherlounge.

 

The Fiddlers
Frongasse 9
53121 Bonn

Web: http://www.thefiddlersbonn.com

Telefon: +49 228 61 41 61

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 16 bis 1 Uhr
Freitag: 17 bis 2 Uhr
Samstag: 15 bis 2 Uhr
Sonntag: 15 bis 0 Uhr

 

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