Hausmesse bei Perrone

Perrone
Perrone im Weihnachtsrausch

Ja, wie schon im Rezept von heute morgen angekündigt, war ich heute bei Perrone (offiziell ‚Italia-Import‘) und zwar mit Kind und Kegel, inklusive Graziella. Angesagt war eine ‚Hausmesse mit Verkostung von Nudeln, Schinken und Salami, Schaumwein und Wein‘. Nicht zu vergessen die Weihnachtsartikel.

Mocambo
Mit den Peelingservietten auf den Advent warten…

Als wir voller Vorfreude bei schönstem Adventswetter eintrafen, begrüßte uns am Eingang schon die italienisch-weihnachtliche Dekoration, die sich innen fortsetzte und später im Jahr dann wahrscheinlich günstig in der familieneigenen Schnäppchenecke zu erstehen sein wird wie alles, was bei Perrones zuhause sonst auf den Flohmarkt gewandert wäre oder im Laden als Deko verwendet wurde. Eine wahre Fundgrube von italienischen Originalen, seien es die Mocambo Serviettenhalter, die uns wegen ihrer kratzigen Papierservietten noch plastisch aus dem letzten Urlaub in Erinnerung sind oder einfach Aperol-Tischaufsteller, die in jedem guten Café zwischen Domodossola und Reggio Calabria ab 17 Uhr neben den Erdnüssen stehen und die Mischung für den perfekten Aperol verraten. Wer sowas kauft…? Richtig. Wir. Inklusisve Kratzservietten.

 

 

Die Qual der Wahl. Sowas von.
Die Qual der Wahl. Sowas von.

Die erste halbe Stunde verbrachten wir gleich am Eingang bei den Panettones und Pandoros und konnten uns ob der Vielfalt nicht entscheiden. Wir fanden, dass bei der Auswahl vier nicht zuviel wären, außerdem gibt es für jeden einen exakten Verwendungszweck. Die meisten Zwecke fangen mit ‚Weihnachts-‚ an und enden auf ‚-geschenk‘ oder ‚-feier‘. Dann scheuchte uns der Chefregisseur aber zur Hausmesse, damit wir noch Platz im Einkaufswagen für die Angebote aus den Vorführen hatten.

IMG_4672Erstmal trieben wir uns am Stand von Scoiattolo rum, bis die Nudeln fertig waren und verkostet werden konnten. Die rochen schon von weitem sehr einladend und schmeckten auch sehr ordentlich, wobei die anderen und ich sehr unterschiedlicher Meinung waren, was die glutenfreien Nudeln angeht. Ich fand sie besser als die anderen, die ’nur‘ vegan waren (dafür aber lecker gefüllt). Einig waren wir uns darin, dass Nudeln, die man gleich in der Sauce kochen kann (ohne Vorkochen – wir haben dabei zugeschaut , im Ernst!) für den schnellen Hunger genau das Richtige sind. Dafür hat uns der Scoiattolokoch auch ein Rezept für Fettucine Aurora verraten, das genau zur hungrigen Küche passt, die uns abends immer so vorschwebt: Schnell, aber lecker. Ob man abends noch Nudeln essen sollte, kann man natürlich diskutieren…Wir auf jeden Fall wählten die veganen Sonnenblumen (Girasole) mit gegrillter-Gemüse-Füllung und ‚Quadrucci al Carne‘ (Fleischquadrate, auch super für ‚in Brodo‘) für das Mittagessen zuhause.

Sorrentina
Der freundliche Schinkenmann

Dann ging’s weiter zum Schinken- und Salamistand von Sorrentino, einer Marke, die allein schon wegen ihres Logos eigentlich von allen Cupcake-Blogs und Stoffläden geliebt werden müsste. Der Schinkenvorführer war auf jeden Fall ein Profi, denn als ich noch dabei war, die Kamera auszupacken, stand er schon da wie das perfekte Wurstmodel. So muss auch Caesar mit seinem Schwert vor seinen Truppen gestanden haben kurz vor der Überquerung des Rubicons. Vielleicht hat er nicht ganz so breit dabei gegrinst.

Ich liebe Professionalität. So sehr, dass ich sogar die Salami probierte, obwohl für mich das Äusserste eigentlich eine Salamipizza ist (ja, ich weiß. Banause. Ich mache die Salami sogar schon vor dem Backen drauf. Meine Art (oder Unart zu essen wird mich nochmal umbringen…). Da wir aber gerade im September mit einer Wagenladung Käse, Schinken, Salami aus Parma und diversen Öl- und Weinfässern von der Etruskischen Küste zurückgekommen sind, haben wir nur kleine Mengen in den Einkaufswagen geschaufelt. Wer’s – wie ich bis dahin – noch nicht wusste: Etruskische Küste ist Toskana mit Meer dran, links oben am Stiefel und gut mit dem Auto zu erreichen. Wenn man zum Beispiel in Parma zum Einkaufen anhält.

Mit dem Verkäufer von Ferrari Spumante haben wir uns über italienisches Design und Jugendmode im Allgemeinen unterhalten, mit dem Vorführer von Vino Mandrarossa über Karten von Sizilien, die wie Sternbilder aussehen und dann von ihm noch eben zwei Kartons davon in den Einkaufswagen laden lassen – falls man mal schnell passende Getränke zu Pasta e Prosciutto braucht…

Endlich an der Kasse
Endlich an der Kasse

Ein kurzer Check im Kühlraum und ein mitleidiger Blick der Experten versichert mir, dass es wirklich keine Kürbisblüten zum Füllen mehr gibt, noch nicht mal in Italien.

Einen kleinen Espresso noch für den Weg zur Kasse. Dabei sind wir nicht nur meinen Nachbarn begegnet, sondern auch noch am Pasticceriaregal vorbeigekommen, so dass ich – entgegen den Neigungen meiner Gäste im vorletzten Sommer, als ich diesen Kracher als Nachspeise zum Grillen gemacht habe – nochmal Canolli Siciliana eingepackt habe. Die gibt’s dann Weihnachten, wo ich mal wieder für die Desserts zuständig bin. Und da ich das auch heute bin und keine Zeit für Tiramisu oder  Mousse au Chocolat habe und weil wir gerade erst Avocadocreme hatten, gibt es mal Profiteroles. Eigentlich ganz einfach, vor allem, wenn man einfach ‚bignoline‘ kauft, nämlich fertige kleine Windbeutel, die man nur noch mit Creme füllen und in Schokoladensauce ersäufen muss. Ba-nau-se.

Dann aber wirklich zur Kasse, denn trotz der Verkostung habe ich mir mehr Hunger angefr… kostet als dass ich satt geworden wäre. Und nix wie heim zum Kochen von Girasole Aurora und Profiteroles.

 

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