Gefüllte Aprikosen

In Bonn wurde gerade der Weihnachtsmarkt eröffnet, die Temperaturen sind von sommerlich auf pulloverlich gefallen und ich bin in drei Wochen zu einer Keksparty eingeladen. Das setzt mich unter Druck. Wahrscheinlich ist die eine Hälfte der Besucher(innen) schon seit Monaten dabei, mit den Kindern möglichst kreative Kekse zu produzieren und die andere Hälfte hat sich semiprofessionell im Cupcakegeschäft breitgemacht und zeigt jetzt, dass sie auch Kekse kann.

Das ist fast so anstrengend wie beim Abitreffen, als alle zeigen mussten, welchen Hammerjob sie haben und was für begabte Kinder. Ich sag’s gleich: Keine Kinder, Karriere oder Keksexpertise! Jetzt muss ich die Retrokarte ziehen: ‚Ein altes Familienrezept, diese Kekse, haben meinen Opa damals bei Stalingrad das Leben gerettet. Nicht, weil sie so nahrhaft waren, sondern weil eine Kugel davon abgeprallt ist. Ts.‘

Hier also ein Rezept, das nicht ganz so alt ist, mindestens aber aus den Achtzigern stammt. Als ich noch handgeschriebene Kochbücher verfasst und dazu handcolorierte Zeichnungen vom Essen verfertigt habe. Und ich male noch schlechter als ich singen kann! Das Foto folgt also, wenn ich die ersten Aprikosen fabriziert habe. Das ist alles nur zu eurem Schutz.

Trilogie von Getränken
Foto folgt…

200 g getrocknete Aprikosen
100 Milliliter Cognac
250 g Marzipan
125 g Puderzucker
200 g Schokolade

 

Aprikosen über Nacht in Cognac einweichen (oder in dem österreichischen Aprikosenlikörchen, das noch bei mir in der Kochbar herumsteht).

Schokolade (ihr könnt auch Kuvertüre nehmen) schmelzen. Marzipan mit Puderzucker verkneten und Kugeln daraus formen. Aprikosen abtropfen lassen und abtrocknen. Mit den Marzipankugeln füllen und gut zudrücken. Aprikosen ganz in Schokolade tauchen und auf einem Backpapier, Alufolie oder Silikonmatte (was auch immer der neueste Schrei der Backaccessoirhersteller diesen Monat ist) trocknen lassen.

Die lasst ihr in Ruhe trocknen und seht zu, dass ihr sie vorsichtig verpackt. Am besten in einen offenen Krümelmonstermund, der sich dann vorsichtig um die Aprikose schließt.

 

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