Roha

Trotz ‚Starkregens‘, wie meine Smart Home App das nennt, haben wir uns gestern raus auf die Straße und rein ins Roha getraut. Da wollten wir ja lange schon hin und jetzt haben wir’s endlich geschafft! Das Roha ist ein entschieden äthiopisches Restauraunt, das merkt man sofort, wenn man ‚reinkommt.

AtRohamosphäre – Es gibt eine breite Fensterfront, durch die man sehr schön auf den Bertha-von-Suttner-Platz gucken kann. Eintritt durch eine Feuerschutztür, was etwas gewöhnungsbedürftig ist, vor allem, wenn man drinnen sitzt, weil die Tür von innen so dekoriert ist, dass man erstmal nachdenken muss, wo die Tür war, wenn man wieder raus will. Überall gibt’s bunte Deko und Palmen und alles ist auf Erwachsenenbildung ausgerichtet: Erdkundebücher aus den Siebzigern, Zeremonien und Musikvideos aus Äthiopien. Da kann man sich entweder in die aktuelle Popkultur einarbeiten, während man auf’s Essen wartet, oder die Hauptstadt von Äthiopien nachschlagen und nachgucken, ob Äthiopien Berge und Zugang zum Meer hat. Was wir noch nicht herausbekommen haben, ist der Ursprung der Farben der Nationalflagge.

NebRohaen den Fenstertischen gibt es einen großen Tisch in der Mitte (vielleicht auch nur für die Gruppe ausländischer Studenten, die freitag da waren), außerdem einen zweiten Raum, in dem gleichzeitig eine Reihe vollgepfropfter Vitrinen mit äthiopischer Volkskunst steht. Die man auch kaufen kann, denke ich, die Volkskunst. Dahinter liegen die Toiletten, die sind brandneu und liebevoll mit einem Nikolausstiefel dekoriert.

RohaBesonders schön ist die Händewasch-Zeremonie, die erstmal sehr belustigend wirkt. Ein Waschbecken mit Kanne und Handtüchern wird herangetragen und man wird aufgefordert, die Hände zu waschen und abzutrocknen. Nachher wird auch klar, warum.

Das Personal, von dem man  unweigerlich den Eindruck hatte, dass sie verheiratet sind und zwar miteinander, war unglaublich nett, hat immer wieder alles erklärt und ständig nachgefragt, ob alles in Ordnung ist. Also superduper.

RohaWas gibt’s zu essen? – Äthiopisch halt. Und fragt mich jetzt nicht, was das alles ist. Es gibt alles mögliche, von Salaten bis Pommes. Dazwischen ist alles streng äthiopisch. Die Pommes sind wahrscheinlich nur dafür da, dass man auch seine verzogenen Kinder langsam an ausländisches Essen gewöhnen kann. Gute Idee. Ich habe aber mannhaft auf die Pommes verzichtet und mich für ein Vegetarisches Körbchen entschieden (Yetsom Agelgil – ein Name, der mir jetzt nicht sofort was gesagt hat). Sven hatte das gleiche in ‚mit Rindfleisch‘ und auch das kam im Körbchen. Logo.

RohaUnd natürlich gab es auch eine Auspack- und Esszeremonie: Man nimmt den Deckel ab, öffnet die Frischhaltefolie und kippt den Pfannkuchen auf den Teller. Der Pfannkuchen enthält alles, was man bestellt hat (inklusive Saucen und das, wurde mir erklärt, ist total lecker und praktisch.) Und den ganzen eingepackten Haufen isst man dann mit den Händen. Und zwar, indem man den Teig von außen so abreißt, dass imer ein bißchen Füllung mit drin ist. Klingt einfach, ist es aber nur bedingt. Man muss sich schon ein bißchen überwinden und man saut ein bißchen rum und danach hat man das Zeug unter den Fingernägeln kleben. Ist aber lustig. Außerdem gibt’s danach süsses Brot zum Finger-sauber-essen.

RohaUnd natürlich wird auch aus dem Kaffee eine Zeremonie gemacht. Mit Weihrauch serviert, aus einem Meter Entfernung eingegossen und mit mächtig viel Zucker – für manche von uns.

Also? – Ja, also es ist ein totales Erlebnis, dorthin zu gehen. Die Bedienung ist superfreundlich, das Essen schmeckt und es ist gar nicht teuer. Allerdings ist äthiopisch beim ersten Mal noch nicht das Lieblingsessen geworden wie zum Beispiel vegetarisches Sushi oder Thailändisch oder was vom Asia Wok. Aber ab und zu könnte man einfach mal wieder hin und was anderes ausprobieren von der Speisekarte.

Parken in der Garage des Hotel Continental geht gut, die haben zwar nur bis 21 h offen, aber wir sind auch danach noch wieder gut ‚rausgekommen.

RohaOxfordstraße 18
53111 Bonn

Telefon 0177 8286966

www.rohacafe.com

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 17 bis 23.30 h
Samstag und Sonntag: 16 bis 24 h

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