Rouladen

Gestern war ich mit Papa auf dem Flohmarkt und danach gab’s Rouladen bei Mutti. Ich mag zwar keine Rouladen und das weiß Mutti auch. Aber wir haben’s sehr salomonisch gelöst: Ich hatte die Rouladensauce, die gestiftelten Kartoffeln und die Erbsen und mein Papa hat ’ne Dreiviertelroulade für den nächsten Mttag bekommen. Mann, das war soo lecker, da dachte ich mir, die Rouladen haben’s doch echt verdient, mal aufgeschrieben zu werden, und zwar nicht nur in meinem Kochbuch, das Mutti mir geschrieben hat, mit den alten Rezepten von ihrer Mutter und mit ihren eigenen, sondern auch hier, wo man’s immer dabei hat. Und natürlich gibt es noch soo viele andere Möglichkeiten, Rouladen zu füllen – da muss doch was zu machen sein.

Roulade4 Rouladen (vielleicht auch sechs?)
4 bis 6 Scheiben roher Schinken oder Schinkenwürfel
2 Zwiebeln (rote, ein paar Schalotten, wie es auch gefällt)
Senf (süßer Senf?)
Butterschmalz oder Öl und etwas Margarine
1 Lorbeerblatt (aus dem eigenen Garten)
2 Nelken (aus dem Laden)
Salz, Pfeffer

 

 

Zwiebeln hacken. Rouladen waschen, salzen, pfeffern, mit Senf bestreichen und mit Zwiebeln bestreuen. Dann Schinken dazu, entweder in Würfeln oder als Scheibe auf die Zwiebeln legen. Fest rollen und feststecken oder mit Garn oder Klemme (gibts bei Mutti im Verleih oder im Fachhandel) festbinden oder -klemmen. Dann nochmal salzen und pfeffern.

Je nach Anzahl nehmt ihr besser gleich einen großen Bräter, dann könnt ihr mit mehr Schwung braten und köcheln. Zuerst im Fett eine kleine Zwiebel von allen Seiten bräunen. Dann die Rouladen scharref anbraten. Mit etwas Wasser angießen (oder ihr nehmt Rotwein, statt ihn euch sinnlos hinter die Binde zu kippen). Lorbeer und Nelken hinzu. Dann schön gar köcheln, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sauce binden und feddich. Wenn ihr für die Füllung Speck statt Schinken nehmt und den vorher in der Pfanne auslasst, ist die Sauce natürlich noch leckerer.

Dazu gibt’s bei Mutti Stiftekartoffeln, also roh zu Stiften geschnittene und dann gebratene Kartoffeln, aber nicht zu scharf angebraten, damit noch genug Sauce ‚rangeht. Und außerdem schöne weiche Erbsen mit einem Klecks Hollandaisesauce, wenn ich Glück habe.

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