Antipasti

Ich war ja lange dagegen und ich bin immer noch kein Verfechter klassischer italienischer Antipasti, aber wenn ich so nett gebeten (oder nachher so gelobt) werde… Zusätzlich zu den Antipasti hier habe ich noch Tomaten eingelegt, weil ich sie gerade da hatte und das ganze gar keine Arbeit macht… Im Gegensatz zu den Paprika, die Stunden brauchen,  bis sie fertig sind. Und wenn ihr eben könnt, legt die Antipasti ein paar Tage vor dem Servieren ein – das macht sie deutlich leckererer.

Italienische Antipasti12 Paprika
2 Zucchini
300 Milliliter Olivenöl
4 Zehen frischer Knoblauch
Basilikum
Salbei
Thymian
Oregano
alternativ oder zusätzlich
1 Aubergine
1 Glas Artischocken

Paprika frischPaprika und Zucchini waschen. Paprika in Viertel oder Achtel schneiden und mit der Schale nach oben möglichst flach auf ein Backblech legen. Zucchini längs oder quer in Scheiben schneiden – möglichst dünn, wenn’s nach meinem Geschmack geht. Mit Auberginen macht man dasselbe, legt sie dann aber erstmal für mindestens eine Stunde mit ganz viel Salz bedeckt auf ein Backblech, damit sie nachher nicht so bitter sind. Ich habe allerdings keine gemacht, bin kein Fan von Auberginen, obwohl die im Laden immer so schön aussehen!

Paprika geröstetDie Paprika werden im Ofen gegrillt, bis die Haut schwarz geworden ist, das erfordert einige Geduld, aber lohnt sich, wenn man nachher die Haut abmachen will. Denn ohnedem ist es eine unglaublich bescheuerte Arbeit, mit der man Stunden verbringt. Gerne auch den Abend vor der Party, also besorgt euch eine Küchenhilfe, die sowas gerne macht… Oder hört ein bis zwei Hörspiele im Küchenradio dazu. Dabei schneidet ihr auch die Knoblauchzehen in hauchdünne Scheiben, wenn‘ s geht. Wenn ihr zu faul seid, könnt ihr sie natürlich auch eben schnell durch eine Knoblauchpresse drücken, das sieht dann aber nachher nicht ganz so schiggy aus.

Paprika eiskaltZwischendurch könnt ihr immer mal vorsichtig den Ofen aufmachen (Gesicht aus dem Weg!) und den Dampf ablassen, dann geht’s etwas schneller mit dem Grillen, bilde ich mir ein. Sobald die Paprikahäute schwarz sind und Blasen werfen, aus dem Backofen nehmen und mit einem nassen, kalten Handtuch abdecken, damit sich die erschreckte Haut ablöst. Im Zweifel helft ihr mit einem kleinen Kartoffelschälmesser nach, das sich superleicht unter der den Brandblasen bis zu den Enden ziehen lässt. Besser wär’s allerdings, ihr legt das Messer anschließend in die Spüle, statt es mit den abgezogenen Schalen in den Biomüll zu werfen. Das ist nämlich teuer auf Dauer und illegal.

Von den Zucchini schneidet ihr einfach die Enden ab und dann mit einem großen flachen Messer  längs, am besten flach auf dem Schneidebrett mit einer Hand flach auf der Zucchini. Oder ihr macht einfach normale runde Scheiben daraus. Die Zucchini werden in ausreichend Öl in einer Pfanne ‚portionsweise‘ angebraten. Dasselbe macht ihr dann auch mit den Auberginen, sobald ihr das Salz abgewaschen und die Scheiben abgetrocknet habt, damit ihr euch nicht die Finger verbrennt, wenn das Wasser das Öl aus der Pfanne direkt auf eure Finger verdrängt. Wenn ihr mit Mengen hantiert, die dafür gedacht sind, Euren Schützenverein mit Antipasti zu versorgen oder Villa Riba und Villa Bajo, dürft ihr auch darüber nachdenken, die Zucchini und Auberginen nur mit Öl zu bestreichen und in den noch heißen Ofen zu schieben, aber in der Pfanne wird’s leckerer, finde ich, weil nicht so trocken.

Entweder legt ihr dann die Portionen auf Küchenpapier ab, um das Öl und eventuelle Frittierrückstände zu entfernen oder ihr werft sie direkt in den Behälter, in dem ihr den ganzen Kram einlegen wollt. Immer wieder ein paar Scheiben Knoblauch und ein paar Äste oder Blätter der anderen Gewürze dazwischen. Salz und Pfeffer in rauen Mengen schadet auch nix.

Zum Schluss noch ordentlich feines Olivenöl drauf und dann eine Weile ziehen lassen. Wenn ihr die Antipasti dann serviert (schön dekoriert auf einer großen Platte, die euch auf jeden Fall viel zu groß erscheinen wird für die paar Streifen Paprika, die ihr da fabriziert habt), könnt ihr im Prinzip das Knoblauch-Kräuter-Öl filtern oder in einer Flasche noch ein paar Tage ziehen lassen, wenn ihr Lust auf leckeres Öl habt oder zusätzlich zu den Antipasti einen Salat macht oder eine Pizza.

Das hat doch gar nicht weh getan, oder?

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