Cafe Blau

Le BleuIns Blau gehen wir schon, seit wir aufgehört haben, im Café Breuer Literatur oder Päda blau zu machen. Auch wer nicht in Bonn studiert (hat), fühlt sich gleich wieder ins Studentenleben zurückversetzt. Oder, wenn auch man beim besten Willen nicht mehr mit dem Studentenausweis ins Woki kommt, geht man einfach als Erwachsener dort frühstücken oder macht dort eine Pause beim Shoppen.

Meinen besten Auftritt im Blau hatte ich vor ewigen Zeiten, als wir im Winter den neuen Freund meiner Freundin besuchen wollten, der damals im Blau abends aufgelegt hat (ja, wir waren mal wahnsinnig cool). Als ich meinen bodenlangen Pferdemantel auf den Stuhl gehangen hatte und mich dann setzen wollte, bin ich voll mit dem … auf dem Boden gelandet. Sehr peinlich. Der Stuhl war ganz langsam und leise durch den schweren Mantel um- und dann auf ihn drauf gefallen. Ein sehr schöner Einstand, aber er war nicht so schlimm –  die beiden haben dann doch geheiratet und Kinder (also eins) bekommen. Trotz der peinlichen Freunde…

Le Bleu outsideAtmosphäre Man kann ganz klar sehen, dass das Café Blau auch thematisch zum Viktoriabad passt, immerhin waren ja beide im selben Gebäude. Und so sein bißchen gemahnt auch alles an ein Schwimmbad, der Flur und die Toiletten… Alles ist hellblau gestrichen, eher einfach gehalten, aber immer nett dekoriert. Drinnen gibt es eine Sitzecke, mehrere lange Tische und ein paar kleinere an der Fensterfront, zusätzlich beim ersten Sonnenstrahl Biertische und die charakteristischen roten Tische vor dem Café. Die Bedienung ist ganz nett – so im allgemeinen und kriegt das mit dem Servieren gut hin. Sonntags morgens sieht man da auch Familien mit kleinen Kindern – wahrscheinlich haben die alle zu Studentenzeiten schon im Blau abgehangen. Andere sitzen da mit Zeitung oder Laptop und anscheinend gibt es auch ein Stammpublikum, dass sich da regelmäßig zusammenfindet – kennt man ja von anderen Bonner Lokalen…

Möhren-Ingwer-SuppeWas gibts zu essen? Alles zwischen Frühstück und Abendessen: Es gibt ein süßes Frühstück, ein Käsefrühstück und zahlreiche andere. Das Rührei mit Tomate war mehrfach nicht gut, aber die Pfannkuchen sind auf jeden Fall zu empfehlen. Mittags kann man fein den Rohkostteller essen oder eine Möhren-Ingwer-Suppe oder einen netten Salat oder Pastateller. Zu trinken gibt es neben dem üblichen Kaffee, frischer Minze und hippen Kaltgetränken wie Faßbrause und Berliner und Hamburger Limonaden noch Rhabarberschorlen. Insgesamt ist alles eher einfach angerichtet, die Rohkostsauce wird in einem Edelstahleierbecher serviert und die Tassen und Teller haben auch schon mal eine Macke, aber ehrlich – bei den Preisen kann man sich einfach kein neues Geschirr leisten…

Also? Das Blau wird eine unserer Lieblingslokalitäten bleiben, bis sie den ganzen Gebäudekomplex abreißen. Falls sie das jemals tun. Wir werden den ganzen Bonner Sommer an den roten Tischen verbringen und hoffentlich mehr Rohkostteller als Pfannkuchen verputzen. Basta.

Café Blau
Franziskanerstraße 9, 53113 Bonn

+ 49 228 650717

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag: 9 bis 1  h

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