Apfel im Schlafrock

Heute hatte meine Patentante Geburtstag. Sie ist über achtzig und kennt ne Menge tolle Rezepte. Da ich heute ordnungsgemäß zum Geburtstag gratuliert habe, wurde ich zum Kaffee eingeladen und da gabs dann Apfeltaschen – auch nach 18 Uhr. Bei uns zuhause heißen die dann auch gerne ‚Apfel im Schlafrock‘. Früher, in den Siebzigern, gab’s auch mal ‚Würstchen im Schlafrock‘, aber da kann ich mich gar nich dran erinnern, war ich ja quasi noch nich geboren.

Der Witz besteht darin, dass der Teig aus gleichen Anteilen Mehl, Quark und Butter besteht. Und aus keinem Zucker. Außer dem Guß. Mutti sagt, aus 250 g je Zutat bekommt man 10 Apfeltaschen. Aber ehrlich: das hab ich noch NIE geschafft. Da reißt bloss der Teig, weil er an den Ecken zu dünn ist, und das ist voll blöd.

Ach so. Der Teig muss zwischendurch nochmal in den Kühlschrank. Da hat man genug Zeit zum Äpfelschälen, -halbieren und -entkernen und Zitronen auspressen. Muss man aber vorher wissen.

250 g Butter
250 g Quark
250 g Mehl
5 kleine Boskop oder Cox Orange Äpfel (also saure)
1 Zitrone (oder Saft einer Zitrone)
150 g Puderzucker

Extras
Marzipan oder Nüsse oder Mamalade für in die Äpfel
1 Eigelb
200 g Schlagsahne für obendrauf

Die Butter muss ein bißchen weich sein. Dann kann man sie schön mit dem Quark und dann mit dem feingesiebten Mehl vermischen. Wenn der Teig eine schön gleichmäßige Konsistenz hat, nochmal ein bis zwei Stunden im Kühlschrank ausruhen lassen. In der Zeit Zitrone auspressen, die Äpfel schälen, halbieren, entkernen und die Äpfel mit dem Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Wenn sich der Teig zuende ausgeruht hat, den Teig ausrollen auf 5 x 2 oder 3 x 3 – je nachdem, wieviel ihr dem Teig zutraut und wieviel Apfelhunger ihr hattet. Schön gleichmässig und rechteckig. Dann das Rechteck in Vierecke schneiden. Eigentlich Quadrate. Mit gleicher Kantenlänge. Die frisch aussehenden, leicht sauren Äpfälhälftän in die Mitte der Quadrate… den Rest könnt ihr Euch denken.  Nüsse nich vergessen, wenn ihr welche haben hättet wollen. Wenn ihr noch Teigreste übrig habt, weil ihr nicht ordentlich ausgerollt habt, könnt ihr die in Blümchenform schneiden und oben auf die in die Teigquadrate eingepackten Äpfel kleben. Und DAZU braucht ihr das Eigelb. Damit klebt ihr auch die Rände und Ecken der Taschen zusammen, damit der Apfelsaft nicht rausläuft und das Backblech versaut.

Bei 180 Grad C 40 Minuten backen. Eher zu früh als zu spät rausnehmen. Dann schön auskühlen lassen.

Wenn sich die Apfeltaschen auf Zimmertemperatur herabgelassen haben, aus Puderzucker und einem winzigen Rest Zitronensaft (oder Wasser) einen fetten Zuckerguss anrühren und hübsch mittig auf die Apfeltaschen streichen.

Die Apfeltaschen kann man super aufbewahren – sie werden über ein paar Tage immer besser (vor allem, wenn man sie doch zu spät aus dem Ofen genommen hat). Aber dann werden sie auch langsam wieder schlechter – also reinhauen.

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